Leipzig setzt sich im Pokal-Krimi durch

Nach einem packenden Pokalspiel gegen Augsburg steht der RB Leipzig erstmals im Halbfinale des DFB Pokals. Die beiden Bundesligisten kämpften 120 Minuten gegeneinander, letztlich hatten die Bullen das glücklichere Händchen. In der letzten Minute der Verlängerung behielt Marcel Halstenberg die Nerven und netzte einen Handelfmeter zum entscheidenden 2:1 ein.

RB Leipzig

Intensive Partie in Augsburg

Obwohl Augsburg am Wochenende zuvor noch mit 0:3 beim FC Nürnberg unter die Räder geriet, hielten die Fuggerer mit dem spielerisch stärkeren RB, der zunächst auf die angeschlagenen Forsberg und Adams verzichten mussten, mit. Nach und nach kam Leipzig allerdings besser ins Spiel und konnte unter anderem durch Poulsen und Werner Akzente setzen. Die größte Chance vor der Pause nutzte der Nationalspieler in der 32. Minute allerdings nicht. So ging es dann mit einem 0:0 zum Pausentee.

Auch in den zweiten 45 Minuten entwickelte sich ein packender Pokalfight, bei dem sich die Teams keinen Meter Raum gönnten. Erst in der 74. Minute konnte Timo Werner einen Patzer von Augsburgs Georg Teigl nutzen und die Führung erzielen. Die Fuggerer warfen noch einmal alles nach vorn und wurden letztlich durch den Treffer von Finnbogason in der 94. Minute mit der Verlängerung belohnt. Der Pokalfight ging also in die Extrarunde. Über weite Strecken kontrollierte Leipzig die zusätzlichen 30 Minuten, konnte gegen das Augsburger Bollwerk allerdings nichts Zählbares ausrichten.

Schiri Stieler steht im Mittelpunkt

Alles stellte sich schon auf ein Elfmeterschießen ein, als Schiedsrichter Tobias Stieler in der 121. Minute auf den Elfmeterpunkt zeigte. Vorausgegangen war ein klares Handspiel von Gregoritsch nach einer hohen Hereingabe. Halstenberg zeigte keine Nerven und verwandelte zum 2:1 Endstand. Direkt nach dem Abpfiff lagen die Nerven blank und einige Spieler des FC Augsburg gingen auf den Schiri los. Die Leipziger Spieler hingegen feierten mit ihren Fans den erstmaligen Einzug ins Halbfinale des DFB Pokals. Bei den Fussball Wetten von Betfair gehören die Bullen mit einer Quote von 5,00 jetzt zu den Favoriten auf den Titelgewinn (Stand: 4.4.).

Zoff zwischen den Verantwortlichen

Auch zwischen den Verantwortlichen der beiden Teams kam es zu Auseinandersetzungen. Unmittelbar nach dem Abpfiff gerieten Stefan Reuter vom FC und RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff aneinander. Nach Angaben von Mintzlaff habe er nach dem Spiel lediglich Augsburgs Co-Trainer Jens Lehmann darauf hinweisen wollen, dass dieser nichts in der Coaching-Zone der Leipziger verloren habe. Daraufhin schaltete sich Reuter ein und die Gemüter kochten hoch. Auf Mintzlaff und diesen Vorfall angesprochen, äußerte sich Reuter gegenüber der Sportschau später folgendermaßen: „Das ist an Arroganz und Frechheit nicht zu überbieten. Das Verhalten von ihm ist unterste Schublade". Die Gemüter waren sichtlich erhitzt.

Hier hat mit Sicherheit auch die Enttäuschung über das knappe Ausscheiden beigetragen. Doch auch wenn der Handelfmeter in der letzten Minute eine herbe Enttäuschung darstellt, so handelte es sich doch um einen berechtigten Pfiff. Letztlich hat sich die spielerisch stärkere Mannschaft durchgesetzt. Nun wollen die Bullen nach ihrer ersten Halbfinalteilnahme natürlich auch ins Finale einziehen. Ob sie im Endspiel in Berlin antreten dürfen, wird sich dann im kommenden Halbfinale entscheiden.

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