Leipziger Jazztage 2020: Es ist "Transitions"-Zeit

Schon jetzt sollten sich Anhänger der Jazzmusik den 15. bis 24. Oktober 2020 vormerken. Trotz aller Widerstände durch die Corona-Krise finden zu dieser Zeit in Leipzig die Jazztage statt. Dem Jazzclub Leipzig ist es ein wichtiges Anliegen, auch in diesem Jahr an der Tradition der Leipziger Jazztage festzuhalten. Deshalb dürfen sich Musikenthusiasten auf Konzerte an zahlreichen unterschiedlichen Orten freuen.

Konzerte in verschiedenen Locations

Das zehntägige Musikfestival wird im Westen Leipzigs im Kunstkraftwerk eröffnet. Dann steht die Verleihung des Jazznachwuchspreises der Stadt Leipzig in Kooperation mit der Marion Ermer Stiftung sowie anschließendem Konzert auf dem Programm. Während der Abschlussabend im Leipziger Opernhaus stattfindet, dürfen Aufführungen im düster anmutenden UT Connewitz in Leipzigs Süden oder dem soziokulturellen Zentrum naTo nicht fehlen. Zudem sind Konzerte und Gigs in Kirchen und Clubs geplant. Das Festivalmotto "Transitions" ist ebenfalls bewusst gewählt. Musiker und Musikerinnen aus der Region sind dazu eingeladen, sich dem Thema "Übergänge" aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu nähern.

Neue Ideen in Krisenzeiten

Da Veranstaltungen in Zeiten der Corona-Krise besonders flexibel sein müssen, sollen einige Konzerte aufgrund eingeschränkter Publikumskapazität einfach mehrmals hintereinander wiederholt werden. Zudem planen die Veranstalter Kooperationen mit weiteren Festivals, darunter dem We Jazz Festival, dem XJAZZ oder Südtirol Jazzfestival. Außerdem haben sich die Veranstalter für ein interdiszipinäres Festivalprojekt mit der Keyboarderin Friederike Bernhardt entschieden.

Duobegegnungen stehen auf dem Programm

Großes Hauptaugenmerk liegt bei den diesjährigen Jazztagen auf Duobegegnungen. Deshalb dürfen Musikfans unter anderem ein musikalisches Stelldichein des Geigers Mateus Smoczynski und dem Pianisten Joachim Kühn, des Organisten Daniel Bleischmidt und Gitarristen Markus Rom sowie Pianist Alexander Hawkins und Saxofonistin Angelika Niescier erwarten. Die Band Space Shuttle kündigte ebenfalls bereits ihr Kommen an, um begeisterten Zuhörern eine Mischung aus starken Soundwänden und eingängigen Jazz-Melodien zu präsentieren. Besonders stolz sind die Veranstalter darauf, die deutsch-afghanische Sängerin Simin Tander für die Jazztage gewonnen zu haben. Nach einer international erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Pianisten Tord Gustavsen aus Norwegen möchte sie nun ein neues Kapitel ihrer musikalischen Karriere aufschlagen und zusammen mit einem Quartett ihr neues Album "Unfading" präsentieren.

Diese Künstler werden das Publikum begeistern

Zudem hat Bassist Robert Landfermann sein Kommen für die diesjährigen Leipziger Jazztage schon zugesagt. Der Bassist stellt sein Soloprogramm in der Paul-Gerhardt-Kirche zur Schau. Zudem ist Landfermann Teil eines Quartetts, dem ebenfalls Schlagzeugerin Eva Klesse, Trompeterin Heidi Bayer, Gitarrist Bertram Burkert und Posaunistin Shannon Barnett angehören. Stimmungsvolle Momente sind ebenfalls beim Konzert des Trios Conny Bauer an der Posaune, Dag Magnus Narvesen am Schlagzeug und Matthias Bauer am Kontrabass vorprogrammiert. Während das Ensemble Ambidexter ein Streich- und Jazzquartett miteinander vereint, tritt Gitarrist Philipp Schiepek samt Quartett im Opernhaus und das Simone Weißenfels Quintett in der naTo auf.

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