DOK Leipzig 2018: Fordert das Unmögliche

Vom 29. Oktober bis 4. November 2018 ist es soweit: in dieser Zeit wird in Leipzig die mittlerweile 61. Ausgabe des Festivals DOK Leipzig begangen. Das internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm begibt sich beim diesjährigen Event auf die Suche nach Visionären. Diese Intention stehe hinter dem diesjährigen Motto "Fordert das Unmögliche". Als Inspiration für diese Devise steht eine Aussage von keinem Geringeren als dem Revolutionär Che Guevara. Der Guerillaführer verkündete Ende der 1960er Jahre: "Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche."

DOK Leipzig 2018© DOK Leipzig/ Susann Jehnichen

Wieviel Revolte der 1960er Jahre steckt heute noch in uns?

Das Motto steht sinnbildlich für die Retrospektive, die dem Jahr 1968 gewidmet ist. Festival-Leiterin Leena Pasanen ließ längst verlauten, dass sie einen Ausblick wagen möchte, was heute noch immer vom revolutionären Geist der 1968er aktuell ist. Anlässlich des 100. Jubiläums der baltischen Republiken ist der geografische Fokus auf das Land Litauen gerichtet. Die Finnin verknüpft eine lange Geschichte mit den drei baltischen Staaten, in denen die Festival-Chefin ihre ersten eigenen Filme mitproduzierte. Daher weiß die Filmexpertin, dass sich Litauen durch einen besonders mutigen Ansatz für die Filmproduktion auszeichnet.

Eine filmische Hommage

Eine besondere Hommage gilt der Filmemacherin Ruth Beckermann, die mit ihrer Produktion "Die Geträumten" das Liebesdrama zwischen Paul Celan und Ingeborg Bachmann experimentell in Szene setzte. Erst vor kurzer Zeit wurde die Regisseurin für ihr Werk "Waldheims Walzer" bei der Berlinale geehrt. Eindrucksvoll dokumentiert der Film, wie das Land Österreich mit der eigenen NS-Vergangenheit umgeht.

Schauplätze wie der Hauptbahnhof sind bewusst gewählt

Leena Pasanen hat ein großes Ziel. Ihr Anliegen ist es, den Dokumentarfilm für die Stadt Leipzig sichtbar zu machen. Aus dem Grund sind Spielstätten wie der Leipziger Hauptbahnhof ganz bewusst ausgewählt. Insgesamt werden bei der diesjährigen DOK Leipzig-Ausgabe über 300 Filme präsentiert. Diese Vielfalt ist gewiss ein wichtiger Grund, weshalb sich die Veranstaltung auf internationaler Ebene als eines der führenden Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm etabliert hat.

 

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