Darum ist eine Produkthaftpflichtversicherung wichtig

Kein Firmeninhaber stellt die Notwendigkeit einer gewerblichen Haftpflichtversicherung infrage. Schadensersatzansprüche können schnell astronomische Zahlen erreichen und das wirtschaftliche Überleben des Unternehmens gefährden. Aufgrund rechtlicher Neuerungen sollten Unternehmer auch die in der gewerblichen Haftpflichtversicherung enthaltene Produkthaftpflichtversicherung überprüfen und gegebenenfalls erweitern.

Was ist eine Produkthaftpflichtversicherung?

Das Produkthaftungsgesetz sieht vor, dass Sie als Hersteller für Schäden, die Ihre Produkte erzeugen, belangt werden. Als "Quasi-Hersteller" übernimmt das Unternehmen sogar die Verantwortung für Produkte, die es nicht selbst herstellt. Wenn ein Schaden auftritt, bedeutet dies nicht nur Nacharbeiten und Lieferkosten, sondern auch mögliche Schadensersatzansprüche. Produkthaftung definiert die Haftung für Schäden, die Dritten durch fehlerhafte Herstellung, Verkauf und Verwendung von Produkten entstehen. Im Allgemeinen liegt die Verantwortung für Schäden, die durch fehlerhafte Produkte verursacht werden, beim Hersteller. Die Produkthaftpflichtversicherung ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenshaftpflichtversicherung.

Was ist eine konventionelle Produkthaftung?

Die reguläre Produkthaftpflichtversicherung ist normalerweise automatisch Teil jeder Art von Haftpflichtversicherung, sodass keine separate Buchung erforderlich ist. Wenn ein fehlerhaftes Produkt die Gesundheit einer Person schädigt oder zu einem Sachschaden führt, kommt die Produkthaftung ins Spiel. Die Versicherung gleicht auch finanzielle Verluste aus, die durch frühere Personen- oder Sachschäden verursacht wurden. Die konventionelle Produkthaftung folgt daher nur der Rechtsgrundlage des Produkthaftungsgesetzes. Beispiel: Ein Unternehmen stellt Heizdecken her. Einige fehlerhafte Heizdecken erhitzen sich auf bis zu 100 Grad Celsius, anstatt auf 40 Grad Celsius. Ein Kunde, der die fehlerhafte Decke gekauft hatte, erlitt Verbrennungen und brauchte ärztliche Hilfe. Dieser Kunde fordert nun eine Entschädigung. Die Produkthaftpflichtversicherung kompensiert den entstandenen Schaden.

Produkthaftpflicht: Das ist zu beachten

Die Produkthaftpflichtversicherung ist Teil der Betriebshaftpflichtversicherung. Für Schäden, die durch Produkthaftung verursacht werden, gilt die in der Versicherungspolice beschriebene Personen- und Sachschadenversicherung. Einige gewerbliche Haftpflichtversicherer haben bereits das Risiko eines Schadens aufgrund des Mangels an garantiertem Eigentum in ihren Versicherungsschutz aufgenommen. Unternehmen, die eine Produkthaftpflichtversicherung abschließen möchten, sollten bei der Reklamation auch den im Vertrag vereinbarten Selbstbehalt prüfen. Der Versicherer muss für den Vertrag die vom Versicherungsnehmer hergestellten und gelieferten Gegenstände kennen. Daher sollte die Geschäftsbeschreibung das Geschäft des Versicherten vollständig beschreiben. Jedes Unternehmen sollte das Risiko von Produkthaftungsansprüchen sorgfältig prüfen.

Wer sollte die Produkthaftung ausweiten?

Für Unternehmen, deren Produkte keine Endprodukte sind, sondern weiterverarbeitet werden, ist eine erweiterte Produkthaftpflichtversicherung besonders wichtig. Der Ausbau der Produkthaftpflichtversicherung ist beispielsweise für Maschinenhersteller wichtig. Ein Maschinendefekt kann schließlich zu Fehlfunktionen des Endprodukts führen. Wenn das gelieferte Produkt untrennbar mit anderen Artikeln gemischt oder kombiniert wird, muss die bestehende Haftung durch eine erweiterte Produkthaftpflichtversicherung ergänzt werden.

Welche Kosten werden durch eine erweiterte Produkthaftpflichtversicherung gedeckt?

Die verschiedenen Komponenten der erweiterten Produkthaftpflichtversicherung decken tatsächliche finanzielle Verluste ab. Dies sind beispielsweise die Kosten für einen vergeblichen Herstellungsaufwand, wenn das defekte Endprodukt vernichtet werden muss. Arbeit, Energie und Maschinenzeit wurden vergebens aufgewendet. Die Weiterverarbeitung fehlerhafter Produkte bringt den Kunden zusätzliche Kosten oder Gewinneinbußen, da das Endprodukt jetzt verbessert werden muss. Wenn das defekte Produkt entfernt und ein geeignetes Ersatzprodukt installiert werden muss, haftet ebenfalls die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung. In diesem Beispiel fallen außerdem Arbeits- und Transportkosten an. Die defekten Maschinen produzieren nur fehlerhafte Produkte und die verwendeten Materialien haben nur Arbeitskosten erzeugt. Diese Produktionsausfälle führen zu Verlusten und erhöhten Personalkosten.

Wer braucht in jedem Fall eine Produkthaftpflichtversicherung?

Die Produkthaftpflichtversicherung ist kein Thema, das jedes Unternehmen berücksichtigen muss. Einige Firmen müssen jedoch sicherstellen, dass die Haftpflichtversicherung die reguläre Produkthaftung abdeckt. Dazu gehören Hersteller, denn an vielen Orten können Sachschäden oder Personenschäden verursacht werden, unabhängig davon, ob es sich um technische Geräte oder Mahlzeiten im Restaurant handelt. Quasi-Hersteller haben keine interne Produktion, sondern nur den Verkauf unter eigenem Namen. Trotzdem sind sie für Schäden verantwortlich. Händler haften als dritte Gruppe ebenfalls.

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