Bildrechte: Bachfest Leipzig/Gert Mothes
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Luther und Bach: das Bachfest 2017 im Zeichen der Reformation

Seinerzeit betrachtete Martin Luther „Frau Musica“ als göttliche Kunst, weil sie „den Teufeln zuwider“ sei. Auf dieser Ansicht basierend, stufte Luther die Musik als genauso bedeutungsvoll wie die Theologie ein. Der Reformator ließ es sich nicht nehmen, deutschsprachige geistliche Lieder als feste Bestandteile seiner reformatorischen Programme zu integrieren. Zumeist eröffnete Luther seine Gottesdienste mit der Musik. Die neuen reformatorischen Liedinterpretationen fanden binnen kürzester Zeit großen Anklang. Die Choräle Martin Luthers wandelten sich zu Klassikern protestantischer Kirchenmusik. Neue Kompositionen entstanden.

Würdigungen namhafter Komponisten

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Johann Sebastian Bach die Choräle Luthers in den Fokus seines Schaffens stellte. An diesen Punkt knüpft das Bachfest 2017 an. Doch auch andere Komponisten wie der einst in Leipzig agierende Felix Mendelssohn Bartholdy werden während der Veranstaltung gewürdigt. Hierbei darf sich das musikliebende Publikum auf Interpretationen von Künstlern wie dem Thomanerchor, Gewandhausorchester, dem Freiburger Barockorchester oder dem Eric Ericson Chamber Choir freuen.

Das Bachfest wird vom 9. bis 18. Juni 2017 veranstaltet

Das Bachfest ehrt den einstigen Leiter des weltbekannten Thomanerchors in diesem Jahr vom 9. bis 18. Juni. An diesen Tagen avanciert der Leipziger Marktplatz zum Schauplatz mitreißender Aufführungen. Weitere Austragungsorte wie die Thomaskirche oder Nikolaikirche stehen an diesem Tag voll und ganz im Zeichen der Musik. Treffenderweise verfolgt das Bachfest in diesem Jahr das Thema „Ein schön new Lied“ – Musik und Reformation. Zum Eröffnungskonzert erwarten Besucher am 8. Juni in der Thomaskirche Aufführungen der Toccata und Fuge in F-Dur oder Bartholdys Sinfonie Nr. 2 in B-Dur „Lobgesang“. Ein Highlight ist gewiss die Konzertfahrt am 10. Juni nach Dieskau, die von den Hallenser Madrigalisten begleitet wird. Führungen durch das Bach-Museum in verschiedenen Sprachen, Orgelkonzerte in der Thomaskirche oder Vorträge im zeitgeschichtlichen Forum folgen. Bei dieser Vielfalt ist für jeden Besucher etwas dabei.

Eine musikalische Zeitreise durch vier Jahrhunderte

Die Eintrittspreise variieren von Veranstaltung zu Veranstaltung. Wer mehrere Veranstaltungen besuchen möchte, trifft mit dem Festivalpass eine gute Wahl. Inhaber dieses Passes profitieren von ermäßigten Preisen in Höhe von 25 Prozent auf den Normalpreis. Das Bachfest 2017 ist ein Highlight für alle Musikliebhaber, die sich in musikalischer und religiöser Hinsicht auf historische Pfade begeben möchten. Das Resultat kann sich sehen und vor allem hören lassen. Denn Besucher dürfen sich auf eine musikalische Zeitreise mit Werken aus vier Jahrhunderten freuen, die an Originalschauplätzen aufgeführt werden.

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