Warum treten Erektionsstörungen auf?

Eine erektile Dysfunktion, auch Erektionsstörung genannt, kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig kommen in diesem Fall mehrere Faktoren zusammen. Während bei älteren Männern eher körperliche oder organische Erkrankungen eine Rolle spielen, haben Erektionsstörungen bei jüngeren Männern in den meisten Fällen psychische Ursachen.

Was sind Erektionsstörungen?

Bei einer erektilen Dysfunktion handelt es sich um eine Störung der männlichen Potenz. Hierbei kann der Penis keine Erektion bilden oder diese so lange aufrecht halten, wie es beim Geschlechtsverkehr nötig ist. Erektionsstörungen treten häufiger auf als dass sie bekannt werden, da Betroffenen nicht gerne darüber sprechen und den Weg zum Arzt oft scheuen. Das bekannteste Medikament gegen Erektionsstörungen ist Sildenafil (Viagra).

Auch wird oft angenommen, dass Potenzprobleme nur bei älteren Männern vorkommen. Dies ist jedoch nicht der Fall, denn auch bei jüngeren Männern treten sie immer häufiger auf. Mediziner sprechen von einer erektilen Dysfunktion, wenn dieser Zustand länger als sechs Monate anhält und in mehr als 50% der Fälle eintritt.

Was sind die Symptome?

Bei einer erektilen Dysfunktion kommt es zu keiner Erektion, das heißt, der Penis wird gar nicht oder nicht ausreichend steif, sodass der Geschlechtsverkehr nicht möglich ist. Falls es zu einer Erektion kommt, hält diese nicht lange an.

Begleiterscheinung der Potenzschwäche sind der vorzeitige oder verzögerte Samenerguss sowie verminderte sexuelle Lust.

Sind gelegentliche Erektionsprobleme Grund zur Sorge?

Bei einmaligen oder gelegentlichen Potenzproblemen muss sich der Mann noch keine Sorgen machen. Eine erektile Dysfunktion liegt vor, wenn bei mehr als 70% der sexuellen Aktivität die Erektion ganz ausbleibt oder nur vermindert kommt und das Problem sechs Monate anhält.

Ist eine erektile Dysfunktion heilbar?

Bei der Behandlung einer erektilen Dysfunktion spielen die Ursachen, die Behandlungsmethoden sowie die Dauer der Behandlung eine große Rolle. Je früher das Problem erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Am häufigsten wird eine erektile Dysfunktion mit PDE-5-Hemmern wie Sildenafil behandelt. In den meisten Fällen kommt es zu einer Heilung der erektilen Dysfunktion.

Körperliche Ursachen

Oft führen körperliche oder organische Ursachen zu einer erektilen Dysfunktion, beispielsweise Gefäßerkrankungen oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten können Erektionsstörungen auslösen.

Was sind die Risikofaktoren?

Bestimmte Faktoren begünstigen eine erektile Dysfunktion. Hierzu gehören Diabetes, Nerven- und Gefäßkrankheiten, Übergewicht sowie Operationen. Auch Raucher, Alkoholiker und Drogenabhängige sind besonders anfällig für Erektionsstörungen.

Das Alter als Ursache für Potenzprobleme

Sex im Alter ist heute kein Tabu-Thema mehr. Doch kommt es mit zunehmendem Alter immer häufiger zu Erektionsproblemen. Die Ursachen können variieren, sind aber im Gegensatz zu Potenzstörungen bei jüngeren Männern in den meisten Fällen körperlicher Natur.

Psychologische Ursachen

Neben körperlichen Ursachen können auch psychische Faktoren bei der erektilen Dysfunktion eine Rolle spielen. Vor allem bei jüngeren Männern liegen die Ursachen in der Beziehung oder im Beruf. Versagensängste gehören zu den häufigsten Auslösern bei jungen Männern.

Wie wirken sich Versagensängste auf die Erektion aus?

Lust auf Sex beginnt im Kopf. Das Gehirn nimmt sexuelle Anziehung wahr und leitet die Impulse an den Körper weiter, bis sie über das Rückenmark zu den Knoten und Nervensträngen im Penis gelangen. 
Die Teststimulation allein löst also keine sexuelle Lust aus, sondern in erster Linie die Gedanken, Gefühle und Fantasien des Mannes. Zu einer psychisch bedingten Erektionsstörung kommt es, wenn diese Impulse nicht ausgelöst und weiter geleitet werden.

Häufige Gründe für die erektile Dysfunktion

Besonders anfällig für die psychisch bedingte erektile Dysfunktion sind labile junge Männer mit wenig sexueller Erfahrung.

Doch auch ältere und erfahrene Männer können betroffen sein. Auch sie leiden oft unter der Angst, ihre Partnerin sexuell nicht richtig befriedigen zu können. Folgende psychische Ursachen können eine Rolle spielen:

● Versagensängste
● sexueller Leistungsdruck
● beruflicher Stress
● Beziehungsprobleme
● unbewältigte Konflikte
● mangelndes sexuelles Interesse
● Depression
● Traumata im Kinder- und Jugendalter

Gesunde Lebensweise kann Erektionsstörungen vorbeugen

Die gute Nachricht für alle Männer. Erektionstörungen kann man vorbeugen. Die Umgestaltung des Speise- und Bewegungsplans kann sich positiv auf die Potenz auswirken. Dazu gehören:

● Gewichtsreduzierung
● Sport
● Gesunde Ernährung
● Genügend Schlaf
● Stressabbau

Sportliches Training gegen Potenzschwäche

Dass Bewegung sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, ist allgemein bekannt. So kann regelmäßiges Training auch die sexuelle Leistungsfähigkeit steigern, indem es den Kreislauf in Schwung bringt und die Durchblutung fördert. Diese positiven Effekte hat Sport auf den Körper:

● Muskelgruppen werden gestärkt, die eine Erektion unterstützen
● Durchblutung wird verbessert
● Kondition wird gestärkt
● ausgeglichener Testosteronspiegel
● stärkeres Selbstbewusstsein
● mehr Selbstzufriedenheit

Fazit: Ursachenforschung ist bei Erektionsstörungen entscheidend

Eine Erektionsstörung muss nicht immer ein Leben lang bleiben, sondern kann nur vorübergehend auftreten. Sollte über einen Zeitraum von 6 Monaten in mehr als 50% der Fälle keine zufriedenstellende Erektion aufgebaut werden können, sind dies allerdings Anzeichen einer erektilen Dysfunktion.

Die Ursache der Erektionsstörungen zu finden, kann dabei sehr entscheidend sein.

Die schnellste Hilfe erhalten Patienten über den Hausarzt, welcher dann eine Überweisung an den Urologen in die Wege leiten kann.

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