Foto: pixabay.com
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Sich für ein Praktikum bewerben - das muss ins Schreiben

Um einen Praktikumsplatz bewirbt man sich fast genauso wie für eine Arbeitsstelle. Da die besten Plätze sehr begehrt sind, ist das Bewerbungsschreiben durchaus wichtig, denn immerhin zeigen die Bewerber damit, was sie bereits können, wie motiviert sie sind und inwiefern der jeweilige Betrieb von ihnen profitieren kann. Und daher nimmt die Stadt Leipzig auch nicht alle Bewerber an, sondern nur Personen, die sich in einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung befinden, die eine Umschulung machen, sich im Studium befinden oder ein Vorpraktikum als Zugangsvoraussetzung des Studiums absolvieren. Um zu gewährleisten, dass die im Praktikum gewünschten Einsatzmöglichkeiten auch wirklich geboten werden können, muss das Bewerbungsschreiben unter anderem Informationen zum gewünschten Schwerpunkten des Praktikums enthalten. Wer sich auf einen Praktikumsplatz z.B. auf die Seite jobboerse-direkt.de bewirbt - die auch mit weiteren nützlichen Tipps hilft, hat wie jeder andere Bewerber die Hürde zu nehmen, dass seine Bewerbung nicht auf einem Stapel namens wenig interessant landet.

Das Anschreiben leitet die Bewerbung ein

Wie bei einer Bewerbung auf eine neue Arbeitsstelle auch, wird die Bewerbungsmappe für das Praktikum vom Anschreiben eingeleitet. Das Bewerbungsschreiben muss glaubwürdig formuliert sein, die Persönlichkeit des Bewerbers/der Bewerberin zeigen. Eine natürliche Ausdrucksweise, die dem tatsächlichen Sprachstil entspricht, und Ehrlichkeit bezüglich der bereits geleisteten Tätigkeiten in verwandten Feldern sind ebenso wichtig wie tatsächlich aussagekräftige Inhalte. Wer sich als "Teamplayer" oder "erfolgsorientiert" bezeichnet, beweist damit nur, dass er Floskeln gut gebrauchen kann - mehr sagt das nicht aus. Das Schreiben sollte zugleich so formuliert sein, dass es neugierig macht und die lesende Person auf jeden Fall konzentriert weiterliest. Das wird mit kurzen, prägnanten Sätzen erreicht, die möglichst inhaltsreich sind. Dazu gehört auch, präzise zu formulieren, zu begründen, warum genau bei dieser Institution oder jenem Betrieb das Praktikum absolviert werden soll, und welche Fähigkeiten mitgebracht werden. Angaben zum genauen Zeitpunkt und der gewünschten Dauer des Praktikums dürfen nicht fehlen.

Diese Unterlagen gehören ebenfalls dazu

Nach dem Anschreiben sollte gleich der tabellarische Lebenslauf in der Mappe liegen. In den Lebenslauf gehören die gleichen Angaben wie bei der Bewerbung um eine Arbeitsstelle, er sollte möglichst lückenlos sein und die bisherigen Stationen in Sachen Schul- und Ausbildung ebenso aufzeigen wie absolvierte Praktika, erworbene Zusatzqualifikationen, Weiterbildungen, Umschulungen und natürlich berufliche Erfahrungen aller Art. Ferienjobs können, wenn sie speziell genug waren und länger oder regelmäßig ausgeübt wurden, eingebracht werden - sofern sie thematisch passend sind oder wichtige Fähigkeiten vermittelten (das können auch Dinge wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Disziplin sein). Alle Unterlagen, die dem Nachweis der Stationen im Lebenslauf dienen, gehören ebenfalls dazu. Natürlich müssen nicht die Zeugnisse jedes einzelnen Schuljahres beigelegt werden, das letzte erhaltene Zeugnis des höchsten erreichten Bildungsabschlusses reicht aus. Aber Bescheinigungen über Zusatzqualifikationen, Weiter- und Fortbildungen sollten beigelegt werden. Oft reichen Kopien aus, aber das kann im Zweifelsfall erfragt werden.

Situationsbezogene Angaben

Abhängig davon, warum ein Praktikum absolviert werden soll, können weitere Unterlagen erforderlich sein. Studierende sollten grundsätzlich eine Studienbescheinigung beilegen, und Menschen, die im sozialpädagogischen Bereich tätig sind, benötigen den Nachweis einer Hepatitis-B Impfung. Auszubildende und Menschen, die sich in einer Umschulung befinden, sollten sich vom Bildungsträger bescheinigen lassen, dass das Praktikum wirklich für die Ausbildung oder Umschulung benötigt wird. Wer ein Vorpraktikum als Zulassungsvoraussetzung für ein Studium benötigt, sollte auch das nachweisen. Zusätzlich benötigen Menschen in dieser Lebenssituation eine Bescheinigung, dass sie krankenversichert sind. Welche dieser Unterlagen genau benötigt werden und was vielleicht zusätzlich noch in der Bewerbungsmappe liegen sollte, kann vor Erstellen der Mappe im Praktikumsbetrieb respektive der Institution oder beim Bildungsträger nachfragen. In der Regel wird bereitwillig Auskunft gegeben. Die Bewerbungsmappe für das Praktikum sollte grundsätzlich als Übung für die Erstellung einer Bewerbung für die Arbeitsstelle angesehen werden. Ein Praktikum bereitet immerhin auf den Beruf vor, und das auf allen Ebenen. In diesem Sinne schadet es nicht, der Praktikumsbewerbung die entsprechende Sorgfalt zukommen zu lassen. Übrigens bietet die Stadt Leipzig keine mehrjährigen Praktika an. Da die Stadtverwaltung selbst Ausbildungsbetrieb ist, fehlen die Kapazitäten, um den praktischen Teil der Ausbildung anderer Träger anzubieten.

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