Spielsucht: Mythos oder Realität?

Zugegeben, eine recht provokante Überschrift. Doch wollen wir diesen Zahn gleich zu Beginn ziehen. Natürlich ist Spielsucht kein Mythos, sondern ein ernsthaftes Problem. Genau diese Denkweise, die ein Phänomen wie die Spielsucht in den Bereich der Mythen zu verschieben versucht, ist es, die als Grundlage einer Verweigerungshaltung der Realität gegenüber erst richtig tief in die Sucht führt.

Natürlich ist es verlockend, wenn man an die möglichen hohen Gewinne denkt, die beim Glücksspiel möglich sind. Doch die Realität sieht oft anders aus, denn der Hausvorteil ist beim Glücksspiel nicht zu unterschätzen. Auch der Einstieg wird mit Bonusangeboten erleichtert. Im Online Casino finden Sie von Zeit zu Zeit sogar einen Bonus ohne Einzahlung, mit dem zunächst kostenfrei gespielt werden kann, wie man auf folgender Webseite sehen kann: https://onlinecasinopolis.de/casino-bonus-ohne-einzahlung/.

Gegen ein Spiel ab und an ist auch an sich nichts einzuwenden, besonders natürlich, wenn es in der kostenfreien Demoversion stattfindet. Das Glücksspiel sollte aber immer als ein Hobby und Unterhaltung angesehen werden, niemals jedoch als Einkommensquelle. Es ist besonders wichtig, sich konkrete Limits für den Einsatz in einem bestimmten Zeitraum zu setzen. Dabei sollte man den Einsatz als eine Summe ansehen, die man zur Unterhaltung investiert und die auch entbehrlich ist. Der Gedanke daran, Gewinn zu machen, sollte keinesfalls im Vordergrund stehen.

Doch jeder sollte sich über die Gefahren im Klaren sein. Nicht jeder Mensch ist gleich anfällig für Suchtverhalten, daher gilt es, das eigene Spielverhalten aufmerksam zu beobachten. Das Abgleiten in die Sucht verläuft meist schleichend und wird oft von den Betroffenen zunächst nicht wahrgenommen. Im Folgenden möchten wir näher auf die Details einer Spielsucht eingehen, um die Gefahren zu verdeutlichen.

Die Symptome der Spielsucht

Allgemein wird das zwanghafte Spielen als eine Impulskontrollstörung betrachtet. Betroffene können sich also nicht gegen den Impuls wehren, zu wetten oder anderes Glücksspiel zu betreiben, selbst wenn sie wissen, welch fatale Folgen dies für ihr Leben haben kann und in der Vergangenheit eventuell schon gehabt hat. In Deutschland sind in etwa 100.000 bis 290.000 Menschen von Spielsucht betroffen, davon deutlich mehr Männer als Frauen.

Als Symptome zeigt sich neben dem vielen Spielen eine enorme gedankliche Beschäftigung mit der Materie, die sich in der Hauptsache um Spieltechniken dreht, die zum Erfolg führen sollen und auch die Geldbeschaffung für das nötige Budget zum Spielen zum Gegenstand haben kann. Versuche, das eigene Spielverhalten zu begrenzen, scheitern häufig und dem persönlichen Umfeld wird das wahre Ausmaß des Spielens dann verheimlicht.

Die finanziellen Probleme führen dabei eventuell zum Bruch mit Familienangehörigen und Freunden, die nicht selten als Geldquelle angepumpt werden. Besonders Familienangehörige sind oftmals nicht im Bilde und werden so mit in die Sucht hineingezogen, da eine finanzielle Abhängigkeit besteht.

Das Glücksspiel dient bei den Betroffenen häufig dazu, Ängste, Schuldgefühle oder Depressionen abzuschwächen. Dabei fließen dann in einer aufsteigenden Spirale immer höhere Einsätze, um damit die Spannung beim Glücksspiel aufrechtzuerhalten.

Kriterien bei der Diagnose

Bei der Diagnose werden im Wesentlichen vier Punkte herangezogen, die für pathologisches Spielen typisch sind. Erstens wird der Zeitraum betrachtet, in dem kontinuierlich und wiederholt für mindestens ein Jahr Glücksspiel betrieben wird. Weiteres Kennzeichen ist, dass diese Episoden des Spielens keinen Gewinn einbringen, die trotz des Leidensdrucks und mit dem Glücksspiel einhergehender Beeinträchtigungen des beruflichen und sozialen Umfeldes fortgesetzt werden.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Betroffenen ihr Spielverhalten kaum oder nur schwer unter Kontrolle haben und sie einen starken Drang verspüren, wieder zu spielen. Das Glücksspiel ist also nicht mehr unter Kontrolle. Der letzte Punkt liegt darin, dass sich die Gedanken der Abhängigen fortlaufend um das Thema oder um Dinge, die mit dem Glücksspiel zu tun haben, drehen.

Der Krankheitsverlauf

Es gibt einen typischen Verlauf der Krankheit, der sich in drei Phasen einteilen lässt:

  • Gewinnphase
  • Verlustphase
  • Verzweiflungsphase

In der Gewinnphase wird zunächst noch gelegentlich gespielt und es herrschen positive Gefühle vor. Es entwickelt sich dabei ein überzogener Optimismus, der mit immer höheren Einsätzen einhergeht und letztlich zum Verlust der Realität führt.

In der Verlustphase ist häufig ein Kleinreden von Verlusten und Euphorie bei Gewinnen zu beobachten. Es wird häufiger alleine gespielt, das Glücksspiel nimmt mehr Raum im Denken der Betroffenen ein und erste herbere Verluste entstehen. Diese werden dann vor Angehörigen und Freunden verleugnet und gleichzeitig eben diese Personengruppen vernachlässigt, da das Spielen immer mehr Raum im Leben des Süchtigen einnimmt.

Schließlich kommt es dazu, dass Schulden entstehen, um das Glücksspiel weiterhin zu finanzieren. Freunde und Familie wenden sich oft wegen der Vernachlässigung und der Lügen von den Betroffenen ab. Dennoch vermag der Spielsüchtige nicht, den Drang zum Glücksspiel zu unterdrücken.

In der Verzweiflungsphase kommt es vermehrt zu Kapitalbeschaffungsmaßnahmen, die sogar im illegalen Bereich stattfinden können. Die Rückzahlungsmoral sinkt derweil. Die Persönlichkeit der Betroffenen verändert sich, sie sind reizbar, ruhelos und Schlafstörungen treten auf. Es kann zu einem kompletten gesellschaftlichen Rückzug kommen. Es wird fast ausschließlich gespielt oder besonders viel Zeit darauf verwendet. Bei manchen pathologischen Spielern sind die Phasen allerdings auch kurz und anfallartig. Panikreaktionen und Gewissensbisse quälen den Betroffenen. Dies kann bis hin zu Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken führen.

Behandlung und Prävention

Eine Therapie kann ambulant oder auch stationär erfolgen. Dabei wird auch Hilfe bei der Regulierung der Schulden geleistet. Selbsthilfegruppen sind dabei hilfreich. Wichtig ist die anschließende Entwöhnungsphase. Durch unterstützende Therapie, die unterschiedlich ausfallen kann, wird auf das Ziel hingearbeitet, fortan vom Glücksspiel abstinent zu bleiben. Besonders die Verhaltenstherapie erwies sich bisher als wirksam. Für die Nachsorgephase ist es wichtig, dass Betroffene Zugang zu entsprechenden Anlaufstellen haben, die auch im Falle eines Rückfalls weiterhelfen können.

Es ist wichtig zu wissen, dass es im Casinobereich gewisse rechtliche Vorgaben zur Aufklärung und zum Spielerschutz gibt. Seriöse Spielsalons bieten zudem die Möglichkeit zum Selbstausschluss an und es können gewisse Einzahlungs- und Verlustgrenzen eingestellt werden, die dabei helfen sollen, dass der Spielverlauf nicht entgleitet. Oftmals werden auch hilfreiche Selbsttests angeboten. Dort wird über einen Fragenkatalog ermittelt, ob man sich im Risikobereich befindet, der Spielsucht zu verfallen, oder vielleicht sogar schon mittendrin steckt.

Zudem werden vertrauenswürdige Betreiber auf entsprechende Angebote von Hilfsorganisationen verlinken, bei denen Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite gestanden wird. Einige dieser Anlaufstellen im Überblick:

  • GamCare
  • BeGambleAware
  • Gamblers Anonymous
  • Gambling Therapy
  • GAMSTOP
  • Responsible Gaming
  • Gam-Anon

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