Heizungswechsel in Zeiten von Corona: Die Förderung macht's möglich

Ob während der Corona-Pandemie oder zu jedem anderen Zeitpunkt. Ein Heizungswechsel zu einer modernen Anlage spart auf Dauer nicht nur bares Geld, sondern ist bei einem Totalausfall des Heizungssystems auch dringend notwendig. Wer sich den Wunsch von einer neuen Heizung erfüllen möchte, erhält vom Staat ebenfalls Unterstützung. Schließlich stehen Verbrauchern zahlreiche Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Hohe Kosten für neue Heizsysteme

Eine neue Brennwertheizung kostet 5.000 bis 10.000 Euro. Für eine Pelletheizung oder Wärmepumpe müssen Käufer sogar für 10.000 bis 20.000 Euro in die Tasche greifen. Diese Kosten sind eine Menge Geld, das man erst einmal aufbringen muss. Deshalb stehen staatliche Stellen wie die KfW als Kreditanstalt für Wiederaufbau oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zur Verfügung, um eine Anschaffung einer neuen Heizung durch eine attraktive Förderung von mehreren tausend Euro zu unterstützen. Doch welche Förderung kommt für welches Vorhaben in Betracht?

Zusätzliche Zuschüsse über das Bafa

Wer einen Leipziger Installateur und Heizungsberater beauftragen möchte, kann sich möglicherweise über das Bafa einen zusätzlichen Zuschuss sichern. Mit der Bafa Förderung verbundene Finanzmittel sind Einmalzahlungen, die nicht als Tilgungszuschuss an ein KfW Darlehen gebunden sind. Allerdings ist über das Bafa keine Förderung für alle Heizungen möglich. Im Zuge des sogenannten Marktanreizprogramms fördert das Bafa Mini-KWK-Anlagen, Wärmepumpen, Solarthermieanlagen oder Biomasse-Heizungen wie Pelletkessel, Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel sowie Hackschnitzelheizkessel. Außerdem werden über das Bafa finanzielle Zuschüsse für einen hydraulischen Abgleich des Heizungssystems sowie einen Wechsel von Zirkulations- und Umwälzpumpen gegen Hocheffizienzpumpen gewährt.

Förderungen für verschiedene Heizsysteme

Die Bafa fördert den Einbau von Wärmepumpen mit einem Mindestförderbetrag von 1.300 bis 4.500 Euro. Für eine Biomasse Heizung gewährleistet die Institution einen Fördersatz von 2.000 bis 3.500 Euro. Bei einer Solarthermie-Anlage hängt die Höhe der Förderung davon ab, inwiefern die Heizanlage für eine Kombination aus Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung oder nur zur Warmwasseraufbereitung genutzt wird. Deshalb beträgt die Mindestförderung für diese Systeme von 500 bis 2.000 Euro.

Zusätzliche Förderungen durch die Bafa

All diese Bafa-Fördersätze können noch einmal um 20 Prozent erhöht werden, falls die alte Heizung als Gas- oder Öl-Standard bzw. Niedertemperaturkessel nicht mit moderner Brennwerttechnologie heizt. Die Förderbeträge erhöhen sich um 20 Prozent, falls die Kessel beispielsweise gegen Wärmepumpen oder Biomasse-Heizungen ausgetauscht werden. Ein Zuschuss von weiteren 600 Euro wird eingeräumt, falls infolge der Heizungsmodernisierung alle notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz der Heizung eingeräumt wurden.

Zuschüsse zur Optimierung der Heizung

Auch kleinere Maßnahmen zur Optimierung an der Heizung betrachtet das Bafa ebenfalls als förderungswürdig. So sieht das Programm "Heizungsoptimierung" einen finanziellen Zuschuss von 30 Prozent aller Nettoinvestitionskosten vor, falls eine veraltete Heizungs-Umwälzpumpe oder eine Warmwasser-Zirkulationspumpe durch eine moderne hocheffiziente Pumpe ersetzt wird. Zugleich gelten hydraulische Abgleiche der Heizung oder damit verbundene Optimierungsmaßnahmen sowie Investitionen als förderfähig. Wurden Geräte professionell erworben und sachgemäß installiert, gilt ein Erwerb von Pufferspeichern, einem Einzelraumtemperaturregler oder Thermostatventilen ebenfalls als förderfähig.

Förderungen durch die KfW

Die KfW ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die beispielsweise auch behindertengerechte Einrichtungen durch einen Fachbetrieb und Förderpartner für klimafreundliche Treppenlifte unterstützt. Eine Förderung für neue Heizsysteme übernimmt die KfW ebenfalls, allerdings anders als das Bafa. Wer eine finanzielle Förderung der KfW in Anspruch nehmen möchte, erhält die finanziellen Zuschüsse automatisch nur im Rahmen eines Programms. Deshalb wird das Programm 430 "Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss" besonders häufig ausgewählt. Weitere Förderprogramme der KfW kommen zum Einsatz, falls der Erwerb der neuen Heizung entweder selbständig oder innerhalb einer umfassenden energetischen Sanierung der Immobilie über einen Kredit finanziert werden soll. In dieser Situation erhalten Kreditnehmer ein zinsgünstiges Darlehen, das mit einem attraktiven Tilgungszuschuss kombiniert wird. Ohne das Darlehen ist jedoch auch der Zuschuss nicht erhältlich.

Kredite der KfW für unterschiedliche Heizungssysteme

Diese Kredite sind beispielsweise für den Einbau einer Heizung auf Grundlage fossiler Energieträger in Kombination mit erneuerbaren Energien geeignet. KfW-Förderprogramme wie "Einzelmaßnahmen 152" oder "Einzelmaßnahmen 167" schließen einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss oder nur einen zinsgünstigen Kredit ein. Weitere Förderprogramme beziehen sich auf den Einbau von Heizungen auf Grundlage erneuerbarer Energien oder auf Basis fossiler Energieträger.

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