Handynutzung im Straßenverkehr: eine oft unterschätzte Gefahr

Die meisten Menschen besitzen heute ein Smartphone. Es begleitet sie praktisch überall hin. Auch im Auto ist es dabei. Viele haben es auch schon während der Fahrt genutzt, obwohl sie wissen, dass es verboten ist. Sie glauben, dass es schon gut gehen werde und sie die Situation im Griff hätten. Stimmt das wirklich?

Wie gefährlich ist die Handynutzung im Straßenverkehr?

Zu diesem Thema hat der ADAC zusammen mit der österreichischen Partnerorganisation ÖAMTC im Jahr 2018 eine interessante Studie durchgeführt. Insgesamt 45 Probanden wurden mit dem Auto, dem Fahrrad oder einen E-Scooter auf eine abgesperrte Teststrecke geschickt. Sie erhielten die Aufgabe, ganz normal zu fahren und auf das Tempolimit und die Verkehrszeichen zu achten. Der Test erfolgte in 2 Phasen. In der ersten Phase durchliefen sie den Parcours ohne Ablenkung (und auch ohne Probleme).

Zunächst interessieren hier nur die Ergebnisse der Autofahrer. Sie erhielten in der zweiten Runde über Funk Anweisungen, die sie während der Fahrt ausführen mussten. Dadurch wurden sie abgelenkt. Die Ergebnisse wurden exakt gemessen. Bei den ersten beiden Aufgaben ging es darum, einem Beifahrer aus dem Handschuhfach ein Taschentuch zu geben und eine Wasserflasche an einen Mitfahrer nach hinten zu reichen. In beiden Fällen war die Mehrheit der Fahrer ungefähr 3 Sekunden abgelenkt und legte fast 40 Meter im Blindflug zurück.

Was passierte bei der Handynutzung?

Die Probanden wurden mit einer alltäglichen Situation konfrontiert. Sie mussten eine WhatsApp Nachricht lesen und beantworten. Das Ergebnis war erschreckend:

  • Im Durchschnitt sahen die Fahrer 14-mal von der Straße weg
  • Jeder Fahrer legte dabei 140 m im Blindflug zurück
  • Ein Drittel der Fahrer überquerte die Mittellinie und gerieten für mehr als 3 Sekunden in den (zum Glück nur virtuellen) Gegenverkehr

Was können Sie dagegen tun?

Eine Freisprecheinrichtung sorgt im Auto für mehr Sicherheit. Der Gesetzgeber schreibt übrigens die Verwendung von Freisprecheinrichtungen vor, falls Sie während der Fahrt telefonieren müssen. Wird dies nicht eingehalten, drohen empfindliche Strafen. Ist im Auto keine Freisprecheinrichtung eingebaut, kann eine einfache Handyhalterung in den meisten Fällen ausreichen, um dies zu ermöglichen. Damit können Sie Ihr Smartphone auch während der Fahrt benutzen, ohne die Augen von der Straße zu nehmen. Einige Modelle verfügen sogar über die Möglichkeit, das Handy während der Fahrt aufzuladen. Kleiner Tipp: Besuchen Sie doch mal den Onlineshop handyhuellen.de. Der Onlineshop weiß alles über den Kauf von Handyhüllen und Handyhalterungen. Sie können also nicht nur eine Handytasche von handyhuellen.de kaufen, sondern auch Handyhalterungen und Freisprecheinrichtungen für alle gängigen Handymodelle in der Rubrik Zubehör.

Wie sahen die Ergebnisse des Tests bei Radfahrern und E-Scooter Fahrern aus?

Die Teilnehmer an diesem Test waren auf einem separaten Parcours gut geschützt mit Helm, Schutzjacke und Handschuhen unterwegs. Wie die Autofahrer auch legten sie den Parcours zuerst ohne Ablenkung und folglich auch ohne Probleme zurück. Während der zweiten Runde mussten sie insgesamt 6 Aufgaben erfüllen, die sie ablenkten. Dazu zählten auch das Lesen und Beantworten einer WhatsApp Nachricht. Bei beiden Gruppen hatte die Nutzung des Handys im Straßenverkehr 2 Folgen:

  • Der Fahrstil wurde unsichere.
  • Sie drosselten die Fahrgeschwindigkeit erheblich

Dadurch könnten Sie sich und andere Verkehrsteilnehmer ernsthaft gefährden. Diese Situation lässt sich ebenfalls durch eine Handyhalterung für Fahrräder oder E-Scooter vermeiden. Sie kosten wenig, können aber großes Unheil verhindern und im besten Fall sogar Leben retten.

Was sagt der Gesetzgeber zum Thema?

Handynutzung im Straßenverkehr ist verboten. Das gilt nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer und Fahrer von E-Scootern. Die Benutzung des Handys am Steuer kostet 100 EUR und einen Punkt in Flensburg. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, erhöht sich das Bußgeld auf 150 EUR. Kommt es zu einer Sachbeschädigung, sind sogar 200 EUR fällig. Dazu kommen je 2 Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot. Radfahrer zahlen 55 EUR.

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