Charaktere aus DDR-Kinderbüchern wecken Erinnerungen

Viele Menschen, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind, erinnern sich noch mit Freude an die wunderschön bebilderten Bücher aus ihrer Kindheit. Liebeswerte Figuren wie Ottokar Domma oder der kleine Seeteufel Fidibus sind bis heute unvergessen. Wer die Erinnerungen zurückholen will, bekommt viele der Klassiker in neuen Auflagen – oder kann sich sogar mit einem 3D Drucker Figuren in der Optik der liebgewonnenen Charaktere gestalten.

Teilweise neu aufgelegt

Benno Pludra, Hannes Hüttner, Ingeborg Meyer-Rey, Elisabeth Shaw – wer in der ehemaligen DDR aufgewachsen ist, dem werden diese Namen wahrscheinlich vertraut vorkommen. So hießen einige der Autoren und Illustratoren, die Bücher wie „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ oder „Bootsmann auf der Scholle“ geschaffen haben. Viele DDR-Kinderbücher sind heute nur noch in stark gebrauchtem Zustand zu haben. Einige Veröffentlichungen, vor allem die aus dem Kinderbuchverlag Berlin, wurden jedoch mehr als zehn Jahre nach der Wende von Beltz & Gelberg neu herausgebracht. Der Verlag aus dem baden-württembergischen Weinberg übernahm den Kinderbuchverlag Berlin im Jahr 2002 und gründete die Marke Der KinderbuchVerlag. Zudem entstanden mehrere Sammelbände wie „Erzähl mir vom kleinen Angsthase“ oder „Von Tuppi, Krawitter und Schweinchen Jo“, in denen jeweils mehr als 20 DDR-Kinderbücher enthalten sind. Teilweise gehören dazu auch Publikationen, die nicht mehr aufgelegt werden.

Dreidimensional gedruckt

Um eine Figur nach den eigenen Vorgaben zu erstellen, eignet sich das 3D Druck Verfahren besonders gut. Alles, was dafür nötig ist, ist ein 3D Drucker, Filament und eine CAD-Datei. Unter Filament versteht man dünne Fäden aus thermoplastischem Kunststoff, aus dem der Drucker den gewünschten Gegenstand formt. Wie er das tun soll, erfährt er vom Computer, der mit der CAD-Datei gefüttert wird. Der 3D Druck basiert nämlich auf der Technologie CNC, also der Steuerung per PC. Eine CAD-Datei wird in einer dafür geeigneten Software erstellt. Ein digitales dreidimensionales Modell vom Seeteufel Fidibus, dem blauen Schweinchen Jo oder dem Hahn Krawitter dient also als Basis für den 3D Druck eines echten Abbilds dieser Charaktere.

Auswahl der Fertigungsmethode

Wer keinen eigenen 3D Drucker hat, der kann die Firma 3D Hubs mit einem entsprechenden Projekt beauftragen. Sie ist aber nicht nur in der Lage, dreidimensionale Drucke mit Kunststoff oder Metall zu erstellen, sondern bietet auch andere Fertigungsverfahren wie den Spritzguss an. Zudem produziert sie mit CNC-Fräsen Frästeile aus Metall. Das Unternehmen fertigt sowohl Einzelstücke als auch Serien von mehreren tausend Exemplaren an. Nachdem die Mitarbeiter einige relevante Informationen über das geplante Projekt erhalten haben, erstellen sie einen Kostenvoranschlag.

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