Aus Leipzig wird „Hypezig“: aktuelle Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt

Der Hype auf dem Leipziger Immobilienmarkt findet kein Ende. Immer mehr junge Menschen erfüllen sich den Wunsch von einem Leben in der größten Stadt Mitteldeutschlands. Rund 560.000 Menschen leben mittlerweile in der Musikstadt, die bundesweit an Relevanz gewinnt. Die wichtigsten Gründe für diese Tendenz sind schnell genannt: Erstligist RB Leipzig, die neue Cybersicherheitsagentur sowie das DHL hub Leipzig.

Günstiger Wohnraum in Leipzig ist selten

Aufgrund dieser Entwicklung war es nur eine Frage der Zeit, dass günstiger Wohnraum in Leipzig zunehmend zur Rarität wird. Schenkt man Berechnungen des Immobilienportals „Immowelt“ Glauben, werden Kosten für eine Eigentumswohnung bis 2030 noch einmal um 40 Prozent ansteigen. Experten betrachten diesen Immobilienboom als schlüssige Konsequenz der identitären Stadtentwicklung Leipzigs. Ihrer Meinung nach gibt es in Deutschland mehrere Regionen von überdurchschnittlich hoher Attraktivität. Diese Zentren geraten insbesondere in den Fokus junger Menschen. Dadurch bleibt eine erhöhte Nachfrage an Wohnungen nicht aus.

Deutlich ansteigende Immobilienpreise bis 2030

Wer sich aktuell für eine Eigentumswohnung interessiert, muss schon jetzt mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 1.790 Euro rechnen. Das bedeutet, dass sich dieser Preis bis 2030 auf rund 2.500 Euro erhöhen würde. Im Gegensatz dazu bewegen sich die Mietpreise aktuell bei durchschnittlich 6,60 Euro je Quadratmeter. Damit haben sich die Mietpreise seit 2017 um rund fünf Prozent erhöht. Wer sich für Wohneigentum entscheidet, sollte deshalb nicht lange überlegen. Maßnahmen zur Altersvorsorge lieber heute als morgen ergreifen, so lautet die Devise. Die Zahlen sind eindeutig: wer erst in elf Jahren eine etwa 60 Quadratmeter große Eigentumswohnung an der Pleiße erwirbt, müsste dann etwa 150.000 Euro bezahlen – eine stolze Summe.

Wesentlich höhere Immobilienpreise in anderen deutschen Großstädten

Natürlich gibt es andere Möglichkeiten, den einen oder anderen Cent an anderer Stelle einzusparen. Wer beispielsweise auf günstige Nebenkosten wie Stromtarife achtet, ist gewiss gewillt, noch etwas mehr Geld in die Immobilie zu stecken. Dennoch ist das Budget der meisten Privatpersonen gewiss früher oder später ausgereizt. Doch was im ersten Moment als besonders hoher Preis erscheint, wird im bundesweiten Vergleich relativiert. Denn in anderen deutschen Großstädten werden bis heute 2030 noch wesentlich höhere Preise prognostiziert. In Berlin steigen Quadratmeterpreise bis 2030 vermutlich auf bis zu 6.190 Euro an. Spitzenreiter ist und bleibt München. In dieser Metropole sind zum gleichen Zeitpunkt Quadratmeterpreise von bis zu 11.380 Euro wahrscheinlich. Im Vergleich dazu erinnern Leipzigs Immobilien schon fast an ein Schnäppchen.

Neue Bauprojekte in der Messestadt

Und die Stadt Leipzig reagiert auf die hohe Nachfrage. Erst vor wenigen Wochen stellte die Messestadt neue Pläne vor, denen zufolge ein komplett neuer Stadtteil erbaut werden soll. Das Projekt ist für das Gebiet um den Bayerischen Bahnhof geplant, an dem bis zu 1.600 zusätzliche Eigentumswohnungen entstehen sollen. In diesem Gebiet soll die Infrastruktur um eine Schule, eine Kita und umfassende Büroflächen ergänzt werden. Wer in diese Regionen investiert, wird sich gewiss auch zukünftig über ansteigende Gewinne freuen dürfen. Denn Leipzig boomt – und bislang ist kein Ende in Sicht.

 

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