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KURZE GESCHICHTE DES THOMANERCHORES

Seit den Anfängen im Jahr 1212, von den Augustiner-Chorherren ausgehend bis heute, sind 800 Jahre Zeitgeschichte vergangen. Der Chor erlebte nicht nur gesellschaftliche Veränderungen, sondern war auch als hoch geschätzter Klangkörper bei wichtigen historischen Ereignissen präsent – so zum Beispiel bei der Gründung der Leipziger Universität 1409 im Refektorium des Thomasklosters. Deshalb bestand eine intensive Beziehung zwischen Universität, Thomasschule und Chor.
Im Juni 1519 führte Thomaskantor Georg Rhau eine von ihm komponierte zwölfstimmige Motette in der Thomaskirche auf. Anlass war die Disputation zwischen Martin Luther und Johann Eck. 
Nicht zuletzt durch den Chor, dessen Ruf schon vor J. S. Bach weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt war, entwickelte sich die Stadt Leipzig vor allem seit Einführung der Reformation 1539 zu einem wichtigen Musikzentrum. Neben den Thomaskantoren widmete eine Reihe anderer berühmter Komponisten (u. a. Heinrich Schütz) dem Thomanerchor eigene Werke.
Viele außergewöhnliche Persönlichkeiten haben in der Vergangenheit die Entwicklung der Thomaner entscheidend beeinflusst. Sie waren nicht nur bedeutende Musiker und Komponisten, sondern zudem wissenschaftlich gebildete Menschen, die über ihre Arbeit hinaus auf ihre Umgebung wirkten. Außerdem pflegten sie rege Kontakte und Freundschaften zu herausragenden Zeitgenossen.

Die nächsten Veranstaltungen
8. August 2010,
10:00 Uhr

Nebra (Unstrut), Kirche, Musikalischer Gottesdienst in Nebra (Unstrut)
8. August 2010,
16:00 Uhr

Laucha (Unstrut), Kirche, Benefizkonzert in Laucha zugunsten der Eifert-Orgel
14. August 2010,
15:00 Uhr

Thomaskirche, Motette
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Historie des Thomanerchores
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