Leipziger Synagogalchor e.V. 
Kunstpreisträger der Stadt Leipzig 

Künstlerische Leitung: Kammersänger Helmut Klotz


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{Synagogalchor}   Der Leipziger Synagogalchor ist das einzige weltliche Ensemble seiner Art in Europa. Die Sängerinnen und Sänger, allesamt nicht-jüdischer Konfession, kommen aus den unterschiedlichsten Berufen. Sie empfinden sich als verschworene Gemeinschaft, haben Freude an der Kunst und wissen um den Wert ihrer Arbeit für das deutsch-jüdische Verhältnis.

Der Chor wurde 1962 von Werner Sander, dem damaligen Oberkantor der jüdischen Gemeinde zu Leipzig und Dresden, gegründet. Nach Sanders Tod 1972 übernahm Helmut Klotz die künstlerische Leitung. Bereits unter seinem Gründer hatte sich der Chor durch die Qualität der musikalischen Interpretation hohes Ansehen erworben. Helmut Klotz formte in intensiver pädagogischer Arbeit ein Ensemble von europäischem Rang. Das Repertoire umfaßt synagogale Musik des 19. und 20. Jahrhunderts sowie jüdische und hebräische Folklore in Konzertbearbeitungen. Die synagogale Musik stammt zumeist von jüdischen Kantoren aus dem osteuropäischen Raum, vor allem von Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Samuel Alman, Abraham Dunajewski, David Nowakowski, Mordechaij Zeira und Samuel Naumbourg. Entsprechend jüdischer Tradition und synagogaler Praxis werden die Kompositionen überwiegend im Wechselgesang zwischen Chor und Vorsänger (Kantor) aufgeführt, a cappella oder mit Orgel- bzw. Klavierbegleitung. Die Folklore erklingt in Bearbeitungen von Werner Sander und Friedbert Groß. Neben der Musik aus den jüdischen Zentren Osteuropas hat sich der Chor in letzter Zeit auch die Schätze israelischer Chormusik erschlossen. Außerdem arbeitet er mit jüdischen Komponisten zusammen. So haben u. a. Herman Berlinski, Joseph Dorfmann und Bonia Shur Werke für den Chor geschrieben.

Der Leipziger Synagogalchor tritt unter anderem regelmäßig im Gewandhaus zu Leipzig, im Berliner Schauspielhaus, in der Berliner Philharmonie und in der Alten Oper Frankfurt am Main auf und arbeitet mit profilierten Solisten und Orchestern zusammen. Alljährlich wirkt er im Gedenkgottesdienst an die Progromnacht vom 9. November 1938 in der Leipziger Thomaskirche mit. Vor allem solche Konzerte bringen die humanistische Tradition des Chores zum Ausdruck, die in einem aktiven ökumenischen Bewußtsein wurzelt. Darüberhinaus besteht eine rege Konzerttätigkeit in ganz Deutschland mit zwischen 20 und 30 Konzerten im Jahr.

Der Chor gastierte aber auch in den Synagogen von Warschau und Krakau, in Paris, Prag und Breslau. In den letzten Jahren fanden umfangreiche Gastspielreisen statt: 1993 nach Israel (Jerusalem, Haifa, Tel Aviv, Elat), 1994 in die USA (u. a. New York, Washington, Boston), 1996 nach Spanien und Portugal (u. a. Barcelona, Pamplona, Coimbra, Porto, Lissabon) und 1998 nach Südafrika (Kapstadt, Johannesburg) sowie Brüssel. Zu den Höhepunkten zählten auch die Auftritte auf dem Internationalen Festival der Jüdischen Kunst und Musik in Odessa 1993, auf dem Europäischen Jiddisch-Festival Leverkusen 1993 und auf den Jüdischen Kulturtagen in München 1995.

Vier bei ETERNA eingespielte Schallplatten, zwei CD`s in der Reihe "Dokumente zur mitteldeutschen Musik- und Rundfunkgeschichte" des Mitteldeutschen Rundfunks sowie eine CD "Jüdische Gesänge" bei BERLIN CLASSICS bieten einen repräsentativen Repertoire-Querschnitt.

Seit 1991 ist der Leipziger Synagogalchor ein eingetragener Verein und wird von der Stadt Leipzig und vom Freistaat Sachsen gefördert.

{Kammersänger Helmut Klotz}  Helmut Klotz wurde in Oederan/Sachsen geboren und studierte an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden Violoncello und Gesang. Als Student war er Substitut in der Dresdner Staatskapelle. Nach dem Staatsexamen in beiden Fächern trat er 1961 ein Engagement als lyrischer und Charaktertenor an der Oper Leipzig an, der er bis heute angehört und wo er zum Kammersänger ernannt wurde.

Sein Repertoire von über hundert Partien enthält u. a. Belmonte und Pedrillo (Entführung aus dem Serail), Graf Almaviva (Barbier von Sevilla), Raoul (Hugenotten), Hauptmann (Wozzek), David (Meistersinger), Steuermann (Fliegender Holländer), Hexe (Hänsel und Gretel) und Wenzel (Verkaufte Braut. Als Konzertsänger wirkte er vor allem als Evangelist in den Passionen und Oratorien von Johann Sebastian Bach gemeinsam mit dem Thomanerchor Leipzig und dem Drsdner Kreuzchor mit. Er arbeitet auch mit anderen Bühnen zusammen (Semperoper Dresden) und gastierte in mehreren Ländern Ost- und Westeuropas sowie in Übersee.
1972 wurde Helmut Klotz durch den Verband der Jüdischen Gemeinden der DDR zum künstlerischen Leiter des Leipziger Synagogalchores berufen. Er führte den Chor zu europäischer Bedeutung und formte ein Ensemble, das in künstlerischer und menschlicher Hinsicht gleichermaßen überzeugt.
Helmut Klotz wurde 1981 mit dem Kunstpreis der Stadt Leipzig und der DDR und 1998 mit dem Verdienstorden des Freistaates Sachsen sowie mit der Ehrenmedaille der Stadt Leipzig geehrt.


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Nächste Konzerttermine:  

Datum Ort
15. Juni 2002
»40 Jahre Synagogalchor - 30 Jahre künstlerische Leitung Helmut Klotz«
Gewandhaus Leipzig



Schauen Sie auch http://www.hagalil.com/brd/
Informationen zum Judentum und zum jüdischen Leben im alten Erez Ashkenas, den deutschsprachigen Ländern Europas.


Leipziger Synagogalchor e.V.

Geschäftsführerin: Frau Dr. Kerstin Plowinski

Künstlerischer Leiter:
Kammersänger Helmut Klotz 
Swiftstraße 13 b
04159 Leipzig
Tel./Fax: (0341) 877 43 77
Vorsitzender:
Dr. Michael Fuchs
Schnorrstraße 24
04299 Leipzig
Tel./Fax: (0341) 4 79 00 65
Bankverbindung
Dresdner Bank Leipzig
Konto-Nr.: 101 138 800
BLZ: 860 800 00

Homepage: http://www.leipzig-online.de/synagogalchor/
EMail an den Synagogalchor

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