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Ergebnisse der Kommunalen Bürgerumfrage 2009 liegen vor (09.03.2010) Die im November 2009 gestartete Kommunale Bürgerumfrage 2009 ist ausgewertet. Das Amt für Statistik und Wahlen hatte 2 500 Personen im Alter von 18 bis 85 Jahren mit Hauptwohnsitz in Leipzig angeschrieben. 1124 auswertbare Fragebögen kamen zurück. Unter Berücksichtigung von stichproben-neutralen Ausfällen betrug die Ausschöpfungsquote 46,4 Prozent und lag damit etwas höher als bei der Kommunalen Bürgerumfrage 2008. Schwerpunkte der im Vergleich zu den Vorjahren verkürzten 2009-er Befragung waren Fragen zur Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht, zum Wohnen und Umziehen, zur wirtschaftlichen Situation und zum Lebensunterhalt der Haushalte, zur Nutzung von Verkehrsmitteln und zum Image der Stadt Leipzig. Im 20. Jahr der Wiederkehr der Friedlichen Revolution wurde die Bürgerschaft aus besonderem Anlass gebeten, sich zum Leipziger Lichtfest am 9. Oktober auf dem Innenstadtring zu äußern. Nachfolgend ausgewählte Umfrageergebnisse: -
- Höhepunkt des Jahres 2009 war am 9. Oktober der 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution. Von den befragten 18- bis 85-Jährigen Leipzigerinnen und Leipzigern hatten rund 25 Prozent an dem Umzug auf dem Innenstadtring teilgenommen.
- Rund 90 Prozent der Befragten, die am Lichtfest teilnahmen, bezeichneten es als „voll und ganz“ bzw. „eher“ gelungen. Mit ähnlicher Zustimmung wurden ebenso die zahlreichen Lichtinstallationen begrüßt. Rund die Hälfte aller Befragten begrüßt eine jährliche Wiederholung der Veranstaltung. Dabei soll neben dem Nikolaikirchhof auch der Augustusplatz mit einbezogen werden.
- Die Lebenszufriedenheit der Leipziger Bürgerschaft hat sich im Vergleich zum Befragungsjahr 2008 leicht verbessert. Am günstigsten urteilen die 18- bis 34-Jährigen, deutlich ungünstiger die 55- bis 64-Jährigen, die häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
- Leichte Verbesserungen sind auch hinsichtlich der persönlichen Zukunft nachweisbar. Erneut sind es die 18- bis 34-Jährigen, die besonders optimistische Erwartungshaltungen äußern. Arbeitslose und jüngere Rentner mit zum Teil problematischer Erwerbsbiographie sind hingegen deutlich weniger optimistisch.
- Die Zufriedenheit der Leipziger Bürgerschaft mit ihren Wohnbedingungen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich konsolidiert. Im Jahr 2009 zeigten sich 85 Prozent der Befragten mit ihrer Wohnung und 80 Prozent mit ihrem Wohnviertel zufrieden.
- Ein Leipziger Haushalt zahlte Ende 2009 im Mittel für den Quadratmeter Wohnfläche 4,98 Euro Kaltmiete und 6,95 Euro Gesamtmiete (einschließlich Heiz- und Betriebskosten). Die Mietbelastung der Leipziger Haushalte beläuft sich auf ca. 32 Prozent (Anteil der Gesamtmiete am Haushalts-Nettoeinkommen); am stärksten belastet sind die Haushalte Alleinerziehender, alleinstehender Rentner sowie Single-Haushalte.
- Feste Umzugsabsichten bewegen sich seit zehn Jahren in einem Bereich von 13 bis 15 Prozent. Lediglich ein knappes Drittel der Personen mit fester Umzugsabsicht zieht im Verlauf von zwei Jahren aus Leipzig weg, die Übrigen ziehen innerhalb der Stadt um.
- Das durchschnittliche persönliche Einkommen der Leipzigerinnen und Leipziger hat sich im Vergleich zu 2008 geringfügig um etwa 30 Euro auf 977 Euro netto verringert. Der Rückgang ist vornehmlich bei den 18- bis 34-Jährigen sowie bei den 50- bis 64-Jährigen (hier in der Regel aufgrund von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit) zu verzeichnen.
- Das durchschnittliche Haushaltseinkommen eines Leipziger Haushaltes beträgt im Befragungsjahr 2009 knapp 1430 Euro netto. Die Entwicklung der Haushaltseinkommen zeigt zwischen 2002 und 2008 eine leicht fallende Tendenz, die allerdings auch durch die zunehmende Singularisierung der Haushalte erfolgt sein dürfte. Im Befragungsjahr 2009 ist erstmals wieder ein Anstieg um knapp 50 Euro zu verzeichnen.
- Die wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig wird von mehr als der Hälfte der Befragten mit „teils/teils“ eingeschätzt. Die persönliche wirtschaftliche Lage wird merklich positiver eingeschätzt, 44 Prozent tendieren zu „sehr gut“ und „gut“. Unter den Arbeitslosen hingegen vertreten allerdings allein 45 Prozent die Wertungen „schlecht“ und „sehr schlecht“.
- Seit 1996 wird in den kommunalen Bürgerumfragen die Verkehrsmittelnutzung (Modal Split) untersucht. Im Befragungsjahr 2009 wird erstmals ein spürbarer Rückgang der Nutzung des Pkw erkennbar, möglicherweise bedingt durch haushaltsbezogene Sparmaßnahmen im Zuge von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Andererseits ist ein spürbarer Zuwachs der Fahrradnutzung erkennbar.
- Die Straßenbahn hat im Verlauf der letzten zehn Jahre etwas an Bedeutung eingebüßt. Nach einem Nutzungsrückgang von 27 auf 19 Prozent seit 1999 ist im Befragungsjahr 2009 nun wieder ein leichter Zuwachs auf 21 Prozent zu erkennen.
- Das Image der Stadt Leipzig wird bereits seit Jahren vornehmlich durch die Merkmale „bedeutende Hochschul- und Universitätsstadt“, „Stadt mit verkehrsgünstiger Lage“, „Stadt der Kultur und Künste“ sowie „Musikstadt mit internationaler Bedeutung“ charakterisiert.
- Im Zeitraum zwischen den Jahren 2002 und 2009 hat sich allerdings die Zustimmung zu den Merkmalen „Messestadt mit internationaler Bedeutung“, „Stadt mit guten Zukunftsaussichten“, „Medienstadt“ oder auch „Stadt mit europäischer Bedeutung“ merklich abgeschwächt. Kinder- und Familienfreundlichkeit, ebenso Ausländerfreundlichkeit werden zwar inzwischen positiver eingeschätzt, allerdings urteilen nach wie vor mehr als 40 Prozent nur mit der Bewertung „teils/teils“.
Der Bericht ist für 15 Euro (bei Versand zuzüglich Versandgebühr) erhältlich beim Amt für Statistik und Wahlen. Postbezug: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, 04092 Leipzig Direktbezug: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Burgplatz 1, Stadthaus, Zi. 228
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Leipzig, 29.07.2010 
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