Patagonien – Berge im Kopf

Patagonien Expedition 2009/10

Superstar der Anden, Olymp der Freeclimber, steingewordener Mythos so wird der Cerro FitzRoy genannt. Der riesige Granitturm beherrscht den südlichen Teil der patagonischen Anden und zählt zu den großartigsten und gleichzeitig schwierigsten Bergen der Welt. Es gibt nur wenige Gipfel, die sich so in das Gedächtnis eines Alpinisten einbrennen. Vor allem weil er sich sehr markant aus seiner Umgebung abhebt. Der Höhenunterschied beträgt fast 3000 Meter!

Doch bei aller Anziehungskraft einer solch grandiosen Berggestalt, hat die ganze Sache einen Haken! Und den hat Reinhard Karl schon vor 30 Jahren auf den Punkt gebracht: „Bergsteigen in Patagonien ist wie im Kühlschrank sitzen und Geldscheine verbrennen”. Durch die geographische Lage in direkter Nachbarschaft mit der extremen Wetterküche des patagonischen Inlandeises ergibt sich eine höchst instabile Wetterlage, bei der sich Regen, Schnee und Sonnenschein an einem einzigen Tag ständig abwechseln. Häufig ist der Fels vereist und schneebedeckt. Doch besonders der berühmt berüchtigte Starkwind aus Westen, der mit brachialer Gewalt über den FitzRoy herfällt, das Gehen unmöglich werden lässt, Zelte zerfetzt und für Bergsteiger in der Wand schnell lebensgefährlich wird, macht das Bergsteigen in Patagonien so kompliziert. Und hier gibt es keine leichten Anstiege! Auch die sogenannten Normalwege sind anspruchsvollste Routen, die den siebenten und achten Grad erfordern.

Für mich war dieser Berg gleichzeitig ein großer Traum und die vielleicht schwierigste Herausforderung in meinem Bergsteigerleben. Ich war mir sicher, dass wir das nötige Wetterglück haben würden bei unserer Besteigung, weil wir es doch so sehr wollten. Doch wir mussten wieder einmal erleben, wie gleichgültig die Berge gegenüber unseren Wünschen und Träumen bleiben. Ob wir oben stehen, wochenlang vergeblich auf unsere Chance warten oder an ihnen zugrunde gehen, ist ihnen vollkommen egal. Doch kurz vor Ende der Expedition passierte ein kleines Wunder. Nach zwei vergeblichen Versuchen bekamen wir doch noch eine letzte Chance.

Patagonien – Abenteuer definieren

Patagonien Expedition 2009/10

Stellen Sie sich den unwirtlichsten und stürmischsten Ort der Welt vor. Völlig menschenleer, kaum erforscht und schwer zu erreichen. Dieser Ort liegt am unteren Ende Südamerikas in Patagonien. Hier erstreckt sich zwischen den Anden im Osten und dem Pazifik im Westen mit über 17000 Quadratkilometern die viertgrößte Eisfläche auf unserem Globus. Die Überquerung dieses patagonischen Inlandeises gehört bis heute zu den ganz großen und selten gewagten Abenteuern. Ein kleines Zweierteam aus Leipzig hat die Herausforderung dennoch angenommen. Vom Jorge-Montt-Gletscher im Norden bis zu den großartigsten Granitfelsen der Erde, dem Fitz Roy und dem Cerro Torre, gelang eine eindrucksvolle Reise durch eine der unberührtesten Urlandschaften unseres Planeten. Auch wenn die Schwierigkeiten oft schier unüberwindlich schienen, die einmalige Schönheit Patagoniens hat das Team für jede noch so große Strapaze immer wieder entlohnt.

Amphu Laptsa Middle - Leidenschaft siegt

Khumbu Expedition 2008

Was macht eine Expedition erfolgreich?

Die Kulisse, in der dieser Frage nachgegangen wird, könnte aufregender nicht sein: Ein großartiger Sechstausender mitten in der spektakulärsten Gebirgslandschaft unseres Planeten. Dazu die spannende Geschichte einer schwierigen Erstbesteigung, denn noch nie zuvor hat ein Mensch die Flanken dieses Berges betreten! Für einen Alpinisten die ultimative Herausforderung und vielleicht eines der letzten echten Abenteuer.

Doch wie bereitet man sich auf das Unbekannte vor? Wie wappnen wir uns, wenn unsere Wunschvorstellung plötzlich von der Realität eingeholt wird und unsere Stärken nicht mehr weiterhelfen sondern unsere Schwächen auf die Probe gestellt werden? Wollen wir mehr darüber erfahren, dann müssen wir nicht nur an unsere Grenzen gehen sondern es dabei schaffen, in uns hineinzuschauen. So sind die zentralen Themen in diesem Vortrag unsere inneren Antriebe: Die Rolle der Leidenschaft, die Frage nach dem Sinn, nach unseren Emotionen und dem eigenen Anspruch.

Ama Dablam – Die Lust an der Angst

Ama Dablam Expedition 2006

Warum steigen Menschen auf steile, hohe Berge und riskieren dabei ihr Leben? Welchen Gewinn versprechen sie sich davon, ohne Not Risiken einzugehen?

Dass es diesen Lohn geben muß, wissen die Psychologen. Sie sagen uns, daß niemand freiwillig eine Situation aufsucht, die nur unangenehme Merkmale hat. Also muß es auch positive Aspekte geben. Und zwar so positiv, dass sie zum Beispiel mit der Angst konkurrieren können. Und vielleicht profitieren wir von unserer Leidenschaft ja nicht nur während der gefährlichen Aktivität selbst? Womöglich verändert sie sogar auch unser sonstiges Leben? Spannende Fragen, denen wir auf einer Expedition zu einem ganz besonderen Berg nachgegangen sind.

Die 6856 m hohe Ama Dablam befindet sich im Nordosten Nepals nur wenige Kilometer südlich des Mount Everest. Jeder, der die Ama Dablam einmal gesehen hat, weiß, was mit dem Begriff „Traumberg” gemeint ist. Viele Bewunderer halten diese grandiose, völlig freistehende Berggestalt für den schönsten Gipfel der Erde. Doch selbst die leichteste Route gilt als technisch schwierig und sehr anstrengend. Und diese Schwierigkeiten sind in über 6000 m Höhe zu klettern bei Kälte und Sturm, mit Bergschuhen und Steigeisen an den Füßen, Handschuhen an den Händen und einem schweren Rucksack auf dem Rücken.

Um die Route mit Fixseilen zu versichern, musste der schwierige Südwestgrat immer wieder im Auf- und Abstieg überwunden werden, ständig im Wettlauf mit dem nächsten Wettersturz und gegen die eigene Angst. Was die Bergsteiger über sie erfahren haben und was es mit ihr aufnehmen kann, ist ein Thema dieses Vortrages. Denn dort, wo sich die Angst zeigt, können wir einen Blick auf den Kern unserer Seele werfen und mehr davon erfahren, wer wir wirklich sind und was uns immer wieder in die Berge treibt.

Everest – Den Kelch bis zur Neige leeren

Mount Everest Expedition 2005

Der Mount Everest steht wie kein anderer Gipfel für Tragödien und Triumphe ohne Beispiel, für grenzenlose Begeisterung und Besessenheit, aber auch für Verzweiflung und Tod. Sein höchster Punkt ist auch heute noch einer der am schwersten zu erreichenden Orte auf diesem Planeten.

Von den etwa 1700 Bergsteigern, die in der achtzigjährigen Besteigungsgeschichte des Everest den höchsten Punkt erreichten, schafften das nicht einmal 100 ohne Zusatzsauerstoff.

Denn eine faire Besteigung ist ein großes Wagnis und alles andere Selbstbetrug! Auch wenn auf dem Gipfel der Sauerstoffgehalt der Luft nicht immer zum Überleben reicht und man hoch oben in der Todeszone Gefangener seiner Entscheidung ist: Olaf Rieck hat sich dieser Herausforderung gestellt und den Kelch bis zur Neige geleert.

Arktis – Expedition in die Unendlichkeit

Arktis-Touren 2003/2004

Land der kalten Küsten – so nannten einst die Wikinger das Svalbard-Archipel um die Hauptinsel Spitzbergen hoch oben im arktischen Ozean. Mehr als 1000 Kilometer nördlich des Polarkreises und nicht mehr weit vom Nordpol entfernt, regiert hier die Unendlichkeit. Alles scheint unendlich: Der allzeit gegenwärtige Wind, die Tage, die Einsamkeit und vor allem die Weite der Täler. Der Horizont weicht mit jedem Schritt zurück, ein Ankommen ist unmöglich. Fortbewegung wird zum Lebensinhalt und bekommt hier ein neues Maß. Es wird zu einer Art Meditation.

Das Ziel von inzwischen drei Expeditionen war der nördlichste Punkt Spitzbergens schon jenseits des 80. Breitengrades. Zwei Mal sind wir gescheitert, doch unsere dritte Reise zu Fuß und mit dem Kajak in die raue und unerbittliche arktische Urnatur muss die Entscheidung bringen.

Khumbu

Khumbu – Erstbesteigung des Num Ri

Wer das Besondere erfahren will, der muß auch etwas besonderes tun. Er muß zu ungewöhnlichen Zeiten wach sein, muß aufbrechen zu ungewöhnlichen Orten, auf ungewöhnlichen Wegen. Genau das hatten sich sieben Alpinisten aus Leipzig, Halle und Altenburg vorgenommen. Ihr Ziel war die Khumburegion des Himalaya. Hier stehen die Traumberge gleich im Dutzend herum. Einer davon ist der Num Ri, ein wunderschöner Sechstausender und das Besondere an diesem Berg war seine Unberührtheit. Noch nie hatte eines Menschen Fuß seine Flanken berührt. Nichts war bisher über diesen Gipfel bekannt.

Es gibt kaum spannenderes für einen Alpinisten, als Neuland zu betreten, also eine neue Route zu begehen oder gar eine Erstbesteigung zu wagen. Hier ist vor allem Kreativität und bergsteigerisches Können gefragt. Denn man kann den Berg noch so lange von allen Seiten betrachten, fotogafieren und studieren. Wenn es dann soweit ist, kommt doch meist alles anders als gedacht.

Doch bevor die Bergsteiger ihren Gipfel erreichten, durchquerten sie eine der außerordentlichsten Gebirgsregionen auf dieser Welt- das Khumbu. Diese Gebirgsregion im Nordosten Nepals ist die Heimat des Schnees, der Berge und der Sherpas. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so atemberaubende Wege zwischen Himmel und Erde, die erst enden, wenn der Reisende am Fuße der höchsten und schönsten Berge der Welt steht.

Alaskas Paradies

Alaskas ParadiesAlaska selbst ist doch schon ein Naturparadies, für dessen Beschreibung jedes menschliche Maß versagt. Gibt es da noch eine Steigerung? – Es gibt sie! Die Glacier Bay im Südosten vereint auf verhältnismäßig engem Raum all das, was das riesige Alaska ausmacht. Nirgendwo sonst auf der Welt sind so verschiedene Landschaftsformen so dicht beieinander zu finden: Urwälder mit bis zu 40 Meter hohen Baumriesen, bevölkert mit Elchen, Bären und Wölfen, die höchsten Berge Nordamerikas, das Meer, Flüsse voller Forellen und Lachse und natürlich gewaltige Gletscher, die in die Bucht münden und sie zur Kinderstube für Eisberge machen.

Doch vor nur 200 Jahren gab es diese grandiose Landschaft überhaupt noch gar nicht. Als Captain Georg Vancouver die Küste Südostalaskas 1794 erkundete, stieß er im Bereich des heutigen Zuganges der Glacier Bay auf eine gigantische Eismauer. Sie war 24 Kilometer breit und fast 300 m hoch. Das heißt, zu dieser Zeit war die heute über 100 Kilometer lange Bucht vollständig mit Eis gefüllt. Fast unvorstellbar, mit welcher Geschwindigkeit die Gletscher abschmolzen, und die Tier- und Pflanzenwelt Besitz ergriff von dem neu entstandenen Lebensraum. So war unsere abenteuerliche Kajaktour bis an die Abbruchkanten der Gletscher auch eine außergewöhnliche Reise in die Vergangenheit der Erde.

Die Qualität des Erlebens

Sächsische Karakorum Expedition 2001

Die Qualität des Erlebens - GasherbrumAm 21. Juni 2001 brechen fünf Sächsische Alpinisten nach Pakistan auf. Ihr Ziel ist der Karakorum im Nordosten des Landes. Dieses Gebirge zählt zu den außerordentlichsten Regionen auf unserem Globus, denn der Karakorum ist das höchste Gebirge der Welt. Nirgendwo sonst gibt es eine solche Anhäufung von Bergen und Gebirgsketten von sechs-, sieben- und achttausend Metern Höhe. Besonders rund um den Baltoro-Gletscher im pakistanischen Baltistan drängen sich sage und schreibe 10 der 30 höchsten Gipfel der Erde, und gleich vier davon erheben sich über 8000 Meter. Zwei von diesen vier hatten sich die Leipziger und Dresdner Bergsteiger ausgesucht: Den 8068 Meter hohen Gasherbrum I (Hidden Peak) und den 8035 Meter hohen Gasherbrum II.

Die beiden Berge stehen direkt nebeneinander und zählen zu den abgelegensten unter den Weltbergen. Achthundert Kilometer mit dem Bus auf der spektakulärsten Gebirgsstraße der Welt, dem Karakorum Highway, anschließend zweihundert Kilometer eine völlig absurde Jeepfahrt und danach noch mindestens acht bis zehn Tage Anmarsch sind nötig, um überhaupt erst das Basislager zu erreichen. Endlich am Fuße ihrer Berge angekommen, hatten die Alpinisten vor allem mit den extrem schwierigen Verhältnissen der vergangenen Saison zu kämpfen. Von den 40 Tagen, die für die Besteigungen der beiden Berge vorgesehen waren, stürmte und schneite es fast Dreiviertel der Zeit. Und so waren die Errichtung der Hochlager und auch die Gipfelbesteigung des Gasherbrum II ein ständiger Wettlauf mit dem nächsten Wettersturz und ein ununterbrochener Kampf gegen die Neuschneemassen. Nach dem Erfolg am Gasherbrum II schloß sich das Wetterfenster im Karakorum endgültig, so daß ein Versuch am zweiten Gipfel scheitern mußte.

Erleben sie in einer spannenden Diashow von Dr. Olaf Rieck hautnah mit den Bergsteigern Begeisterung und Angst, Strapazen und Gefahr, euphorisches Glücksgefühl aber auch grenzenlose Enttäuschung auf dem Weg zu den Gipfeln ihrer Träume. Denn das, was die fünf dort suchten, haben sie tatsächlich auch gefunden: Spannende Erlebnisse an einem großen Berg!

Atemnot gratis

Leipziger Cho Oyu Expedition 1999

Eine Expedition auf den sechsthöchsten Berg der Erde, den 8201 Meter hohen CHO OYU

Atemnot gratis - Leipziger Cho Oyu ExpeditionWie fühlt man sich in der Todeszone, wenn der Sauerstoff in der Luft gerade noch zum Überleben reicht? Woran denken die Bergsteiger auf dem Gipfel? Was fasziniert Alpinisten daran, sich bis an die Grenze der menschlichen Existenz zu wagen?

Im Frühjahr 1999 brechen acht Alpinisten auf, um die Besteigung des sechsthöchsten Berges der Erde zu versuchen. Sie wollen Antwort auf diese Fragen an einem der schönsten Achttausender des Himalaya.

Die Fazination des Höhenbergsteigens ist aber nur ein Aspekt des spannenden Erlebnisberichtes von Expeditionsleiter Dr. Olaf Rieck. Die Zuschauer können die dramatische Rettung eines zu Tode erschöpften spanischen Bergsteigers genauso nacherleben wie die traumhaft schöne Akklimatisationstour zu den heiligen Seen von Gosainkund am Beginn der zehnwöchigen Expedition. Ihr weiterer Weg zum Cho Oyu führte die Sächsischen Bergsteiger dann durch den geheimnisvollen Süden Tibets. Mit einfühlsamen Bildern berichtet Dr. Rieck ausführlich auch über diesen Abschnitt des Unternehmens.

zum Image Trailer für Vorträge…