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	<title>abenteuer leben</title>
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	<description>homepage von dr. olaf rieck</description>
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		<title>Absturz</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 07:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein update war schuld. Das Programm mit dem unsere Homepage gemacht ist, musste auf den neuesten Stand gebracht werden. Doch anschliessend war der Online Shop vollkommen zerstört. Nichts funktionierte mehr. Wir mussten ihn zeitweise ganz abschalten. Doch seit gestern ist er endlich vollständig und in ganz neuem Design wieder im Netz. Alles ist schöner und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein update war schuld. Das Programm mit dem unsere Homepage gemacht ist, musste auf den neuesten Stand gebracht werden. Doch anschliessend war der Online Shop vollkommen zerstört. Nichts funktionierte mehr. Wir mussten ihn zeitweise ganz abschalten. Doch seit gestern ist er endlich vollständig und in ganz neuem Design wieder im Netz. Alles ist schöner und natürlich auch einfacher. <span id="more-3482"></span>Und was das Beste ist, beim nächsten update wird hoffentlich nicht wieder der ganze Shop defekt sein.</p>
<p>Ein paar Dinge sind natürlich neu hinzugekommen, wie einige Fine Art Prints und auch das Panoramabild der gewaltigsten Felsformation unseres Planeten: Der Südwände von Nupste, Lhotse und Lhotse Shar über welchen der Gipfel des Mount Everest thront. Dieses Foto der 12 Kilometer langen und dreieinhalb tausend Meter hohen Felsmauer zeigt einen der bekanntesten und gleichzeitig spektakulärsten Bergblick der Welt. Und es ist selbst bei einer Größe von 3 x 1 Meter immer noch gestochen scharf! Vier Vollformatbilder wurden zusammen gesetzt und deshalb erkennt man buchstäblich jede Rippe und auch die kleinsten Felsstrukturen. Ideal also, um seine Route durch die Lhoste-Südwand zu planen <img src='http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Everest-Panorama-1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3482];player=img;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3485" title="Everest-Panorama (1)" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Everest-Panorama-1.jpg" alt="" width="640" height="213" /></a></p>
<p>Doch wir haben auch eine ganz neue Rubrik im Shop angelegt. Ab sofort können meine Kletterkurse online gebucht werden. Ich biete einen Schnupper- bzw. Grundkurs, in welchem ich meinen Gästen kletternder Weise die Grundlagen der Fortbewegung in der Vertikalen beibringe. Darüber hinaus gibt es das Angebot für einen Aufbaukurs und, wie könnte es anders sein, für einen Kurs in der Sächsischen Schweiz.</p>
<p>Besonderen Wert lege ich dabei auf Individualität. Meine Klettergruppen sind nie größer als drei Personen, auch nicht ausnahmsweise. In der Sächsischen Schweiz sind es sogar nur zwei. Alles andere hat meines Erachtens gar keinen Zweck, denn das Klettern lernt man schliesslich nur dadurch, das man selbiges auch tut. Doch in größeren Gruppen steht man eigentlich nur herum. Ausserdem sollte man beim Klettern immer den Überblick behalten können. Und das geht meines Erachtens nur dann, wenn man höchstens zwei, drei Leute im Blick haben muss.</p>
<p><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/ich7.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3482];player=img;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3486" title="ich" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/ich7.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a></p>
<p>Die Preise für die Kurse sind moderat und orientieren sich an denjenigen von anderen seriösen Anbietern. Ich muss aber auch offen zugeben, dass mir das Kletterngehen soviel Spass macht, dass das Geld, was ich damit einnehme, nicht wirklich an erster Stelle steht. Hauptsache ich bin draussen und kann klettern!</p>
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		<title>Klettern leicht gemacht</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 20:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer auf diese Idee gekommen ist, verdient einen Orden. Denn vermutlich gäbe es den Boom des Klettersports ohne das Toprope-Klettern gar nicht. Auf diese Art zu klettern, macht die ganze Sache ausserordentlich sicher und bequem. Und wir alle, die mit dem Klettern mehr oder weniger auch Geld verdienen, profitieren von diesem Boom. Kletterhallen und Kletterschulen schießen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer auf diese Idee gekommen ist, verdient einen Orden. Denn vermutlich gäbe es den Boom des Klettersports ohne das Toprope-Klettern gar nicht. Auf diese Art zu klettern, macht die ganze Sache ausserordentlich sicher und bequem. Und wir alle, die mit dem Klettern mehr oder weniger auch Geld verdienen, profitieren von diesem Boom. Kletterhallen und Kletterschulen schießen wir Pilze aus dem Boden. Klettern ist auf dem besten Wege, Volkssport zu werden. <span id="more-3474"></span>Doch was ist nun das Toprope-Klettern eigentlich? Das schwierige und angstbesetzte beim Klettern ist der Vorstieg. Der Kletterer steigt in eine Route ein und legt Zwischen-sicherungen. Das Seil kommt von unten. Das heisst also, er kann fallen. Durch Seildehnung und den Seildurchlauf im Sicherungsgerät fällt er ungefähr die dreifache Distanz, die ihn von seiner letzten Zwischensicherung trennen. Befindet er sich also zwei Meter über seiner letzten Sicherung, fällt er schon fast sechs Meter in die Tiefe. Wenn er Pech hat und seine Zwischensicherungen nicht halten, kann er sogar auf dem Boden aufschlagen oder sich durch den Anprall an die Wand verletzen.</p>
<div id="attachment_3475" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/toni.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3474];player=img;"><img class="size-full wp-image-3475" title="toni" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/toni.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Toni Großmann beim Vorstieg im Talweg am Höllenhundwächter. Seine letzte Zwischensicherung ist auf diesem Bild nicht mehr zu sehen. Deswegen sucht er auch schon ganz dringend. Hier im Sächsischen Sandstein muss man seine Sicherungen oft selbst legen. Man sieht deutlich, das Seil kommt von unten. Wenn er hier abschmiert, folgt ein tiefer Fall. Aber so schnell schmiert Toni nicht ab.</p></div>
<p>Wenn nun alles gut gegangen und er auf dem Gipfel angekommen ist, dann macht er sich dort fest und holt seinen Sicherungsmann, der jetzt zum Nachsteiger wird, zu sich herauf. Dieser Nachstieg ist nahezu völlig ungefährlich, weil das Seil ja nun von oben kommt. Ein Sturz dieses Nachsteigers ist somit ausgeschlossen. Immer vorausgesetzt natürlich, dass alle Beteiligten keine Fehler machen.</p>
<div id="attachment_3477" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/janina-1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3474];player=img;"><img class="size-full wp-image-3477" title="janina (1)" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/janina-1.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Janina Graeber im Talweg am Höllenhund im Nachstieg. Das Seil kommt von oben. Klettern muss man natürlich trotzdem. Schöne Wege im Nachstieg zu klettern, ist häufig ein fast angstfreier Genuss.</p></div>
<p>Beim Klettern im toprope gibt es nun im Prinzip keinen Vorsteiger mehr, weil das Seil wie von Zauberhand schon am Gipfel angebracht worden ist. Geht man zum Beispiel in die Kletterhalle, dann hängen dort ganz viele Seile im toprope. Man kann also gleich losklettern, wenn man das Sichern beherrscht, ohne sich dem Stress des Vorsteigens auszusetzen. Die light-Variante des Klettersports sozusagen. Natürlich muss immer irgend einer das Seil dort hoch gebracht haben. Draussen in einem Klettergarten, zum Beispiel in einem Steinbruch, wie es einige rings um Leipzig gibt, muss dann doch noch ein Vorsteiger ran, um das Seil oben im Umlenker einzuhängen. Doch wenn so ein Seil erst einmal hängt, dann kann man sich nun in aller Ruhe ausprobieren und auch mal schwere Routen an seiner Leistungsgrenze klettern.</p>
<div id="attachment_3478" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/topropeHolzberg.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3474];player=img;"><img class="size-full wp-image-3478" title="topropeHolzberg" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/topropeHolzberg.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Carsten und Jeannette, zwei talentierte Anfänger im Valentinstag, eine wunderschöne 6+ am Holzberg bei Eilenburg. Unmöglich für die beiden, diese Route im Vorstieg zu klettern. Da sie aber das Sichern beherrschen, ist ein Nachstieg im toprope kein Problem. Sie können sich nach Herzenslust ausprobieren und schauen, was geht und was nicht.</p></div>
<p>Durch das Seil, welches oben angebracht in der Route hängt, können in einem Klettergarten also auch Anfänger ihr Glück in Routen versuchen, denen sie eigentlich gar nicht gewachsen sind. Es trotzdem wieder und wieder zu probieren und dabei zu lernen, ist hier aber kein Problem. Auch wenn sich fünf oder zehn Leute an der Route abarbeiten wollen, wie das oft bei Kletterkursen der Fall ist, macht das dem Granit nichts aus, denn er ist hart, wie schon das Sprichwort sagt.</p>
<p>Ganz anders in der Sächsischen Schweiz. Hier würde ich nie im toprope klettern und schon gar nicht mit Kunden in anspruchsvollen Routen. Und das hat gute Gründe. Und diese Gründe halte ich für so fundiert und stichhaltig, dass ich nie verstehen werde, weshalb sich so viele Leute ihnen gegenüber verschliessen. Aber auch das hat gute Gründe.</p>
<p>Der Sächsische Sandstein ist weich und brüchig. Man muss als Kletterer mit Griffen und Tritten möglichst vorsichtig umgehen, damit sie nicht wegbrechen oder sich übermäßig abnutzen. In vielen Routen sind bestimmte Griffe für die Kletterbarkeit einer Route von entscheidender Bedeutung. Steigt man als Vorsteiger in einen Weg ein, in dem durch Griffausbruch bestimmte Schlüsselgriffe fehlen, kann das schnell zu einem ziemlichen Problem werden.</p>
<p>Die meisten Anfänger wissen nichts davon. Sie haben häufig keine Ahnung, dass man im Elbsandstein die Griffe behutsam nach unten belasten muss, damit sie nicht ausbrechen. Sie achten nicht darauf, wie sie die Tritte am schonendsten beanspruchen. Und sie tun das schon gar nicht, wenn sie an ihrer Sturzgrenze klettern. Der Sandstein ist ihnen so was von egal. Und das ist auch völlig logisch, denn sie haben Angst.</p>
<div id="attachment_3479" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Toprope.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3474];player=img;"><img class="size-full wp-image-3479" title="Toprope" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Toprope.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Der Gipfel an Gedankenlosigkeit. Diese Seile hier waren an Bäumen befestigt und schliffen den ganzen Tag über den Sandstein dieses Vorgipfels hier im Bild. Nach einem einzigen Klettertag waren dann tiefe Rinnen im Sandstein gesägt. Den modernen Seilen macht das kaum etwas aus, dem empfindlichen Sandstein schon. </p></div>
<p>Doch genau das ist die Realität. Klettern boomt auch in der Sächsischen Schweiz. Nur ein Beispiel: Letztes Wochenende hingen fünf Seile in sehr schönen Routen am Honigstein. Den ganzen Tag waren diese Wege blockiert von einer Kletterschule, deren Kursleiter sich einen Dreck darum geschert haben, ob auch noch andere Leute an dieser Stelle gerne geklettert wären. An die zehn Leute waren in diesen Wegen wieder und wieder unterwegs. Und wenn die Kraft sie verlassen hatte, dann wurden sie über die Route abgelassen, auch wieder und wieder. Es war zum Heulen. Und doch wird diese Art des &#8220;Kletterns&#8221; mehr und mehr zur Regel und bleibt nicht die Ausnahme, was zähneknirschend vielleicht noch zu akzeptieren wäre.</p>
<p>Es gibt Leute, die meinen, die Sächsische Schweiz ist das schönste außeralpine Klettergebiet Europas. Ich gehöre zu ihnen. Hier steht die Wiege des Kletterns. Durch seine Besonderheiten und die Bewahrung der alten Traditionen bis in die Gegenwart ist es weltberühmt geworden. In der Sächsischen Schweiz ist das Klettern noch eine ernste und sehr anspruchsvolle Angelegenheit. Während man die bohrhakenabgesicherten Routen anderswo schneller vergisst als man sie in sein Tourenbuch eintragen kann, brennen sich die abenteuerlichen Vorstiege in Sachsen häufig für immer ins Gedächtnis. Das gilt es auch für zukünftige Kletterergenerationen zu bewahren. Doch ich habe die Befürchtung, dass diejenigen, die noch sauber bis auf den Gipfel vorsteigen und anschließend ihre Nachsteiger zu sich hinauf sichern, bald in der Minderheit sein werden. Und das macht nicht nur mich traurig.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Überfall!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 20:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist sicher einer der bekanntesten Kletterwege der ganzen Sächsischen Schweiz, der Überfall an der Lokomotive. Der erste, der diesen Weg schon 1903 kletterte, war Albert Kunze aus Oschatz. Es ist aber nicht der legendäre Überfall selbst, der diesen Weg historisch betrachtet zu etwas besonderem macht, sondern die Tatsache, dass nach dem Überfall Wandkletterei folgt. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist sicher einer der bekanntesten Kletterwege der ganzen Sächsischen Schweiz, der Überfall an der Lokomotive. Der erste, der diesen Weg schon 1903 kletterte, war Albert Kunze aus Oschatz. Es ist aber nicht der legendäre Überfall selbst, der diesen Weg historisch betrachtet zu etwas besonderem macht, sondern die Tatsache, dass nach dem Überfall Wandkletterei folgt. Man kletterte Anfang des vorigen Jahrhunderts Kamine und Risse. Vor der offenen, griffarmen und deshalb gefährlichen Wand scheute man sich. <span id="more-3468"></span>Kunze war einer der ersten, der diese Scheu überwand und damit den Run auf die großen Wände der Sächsischen Schweiz eröffnete.</p>
<p>Für heutige Verhältnisse ist diese Wandstelle in der Route nicht mehr besonders schwierig. Was die Leute aber bis in die Gegenwart fasziniert, ist der anderthalb Meter breite Abgrund zwischen der Esse der Lokomotive und dem Kesselgrat. Sich dort hinüberfallen zu lassen, erfordert auch jetzt noch eine ganze Menge Mut. Denn so manch einer, der sich sicher ist, den 5. sächsischen Schwierigkeitsgrad locker drauf zu haben, steht dann staunend vor dem Werk von Herrn Kunze und kann nicht glauben, dass jener Mann diesen Überfall so niedrig eingestuft hat. Die Jungs damals waren offensichtlich ungeheuer mutig.</p>
<div id="attachment_3469" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Überfall.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3468];player=img;"><img class="size-full wp-image-3469 " title="Überfall" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Überfall.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Es sieht wirklich schlimmer aus, als es ist. Aber natürlich ist klar, die großen Leute sind hier deutlich im Vorteil. Das Foto von mir im genau richtigen Augenblick hat Janina Graeber gemacht!</p></div>
<p>Katja von der Burg, meine Onlinemarketing-Expertin und ihr Mann Erik wollten so mutig sein und hatten mich gebeten, ihnen den Weg vorzusteigen. Und unter uns gesagt, es ist auch gar nicht so dramatisch, sich dort rüberfallen zu lassen. Schlimm ist es, seine Angst nieder zu kämpfen, die einem dort oben zwangsläufig zu schaffen macht, wenn man nicht schon ein paar Dutzend solcher in Sachsen oft zwingend notwendigen Aktionen hinter sich hat.</p>
<div id="attachment_3470" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Katja-und-Erik.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3468];player=img;"><img class="size-full wp-image-3470" title="Katja und Erik" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Katja-und-Erik.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Als Vorsteiger bei diesem Überfall kann man auch Pech haben. Dann sitzt man nämlich stundenlang auf der Esse der Lokomotive und redet seinen Nachsteigern gut zu, dass das Seil ja von oben käme und überhaupt nichts passieren könne. Oft gibt es dann trotzdem Tränen oder Geschrei oder meistens beides. Und dann folgen dramatische Rückzüge. Die beiden aber zögerten fast keinen Augenblick.</p></div>
<p>Doch Katja und Erik haben die Sache ziemlich souverän gemeistert und können nun ganz schön stolz auf sich sein, dass sie als einen der ersten Wege überhaupt in der Sächsischen Schweiz gleich den Überfall an der Lokomotive in ihr Tourenbuch schreiben können.</p>
<p>Es hat wirklich Spaß gemacht, gemeinsam mit den beiden auf die Lok zu klettern. Doch das war nicht der einzige Höhepunkt an diesem langen Wochenende. Ich bin insgesamt 18 Wege geklettert, acht davon waren neu für mich und fast alle im siebenten und achten Grad. Die schönste Tour war sicher der Direkte Strubichweg mit dem Gohrischen Ausstieg an der Großen Hunskirche. Bei einem früheren Versuch hab ich es nicht vermocht, die zwei, drei schwierigen Kletterzüge vom Sicherungsring weg zu machen. Doch diesmal ging alles gut, was womöglich auch daran lag, dass ein halbes Dutzend Leute unten stand und genüsslich meinen Absturz erwartet hat.</p>
<div id="attachment_3471" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Strubich-direkt.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3468];player=img;"><img class="size-full wp-image-3471" title="Strubich direkt" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Strubich-direkt.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Auch hier hat Janina genau im richtigen Moment ausgelöst, denn an diese Rippe mit einem Untergriff für die linke Hand heran zu kommen, ist so einfach nicht, fand ich zumindest. Sicher eine der beiden Schlüsselstellen in der Route. Diesen wunderschönen Weg bin ich ganz bestimmt nicht zum letzten Mal geklettert.</p></div>
<p>Es war unheimlich viel los im Sächsischen Sandstein, denn die Konstellation Sonne plus Wärme plus langes Wochenende ist immer noch ziemlich selten. Und deshalb gab es auch wieder ein ständig mehr um sich greifendes Phänomen zu sehen, was mich persönlich ausserordentlich deprimiert. Und zwar die exzessiven Toprope-Kletterer. Phänomen deshalb, weil sich doch tatsächlich die Kletterer selbst anschicken, ihr kleines aber eben doch so feines und vor allem empfindliches Gebirge kaputt zu klettern, anstatt es für die kommenden Kletterergenerationen zu bewahren. Doch meinen Senf zu diesem Thema hinzu zu tun, würde den Rahmen dieser kleinen Wochenend-news sprengen, zumal man sich bei diesem für uns Kletterer sehr sensiblen Thema genau überlegen sollte, was man sagt. Doch das werde ich tun und dann kann man das hier lesen, wenn man will&#8230;</p>
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		<title>Heiße Phase</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 14:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Exakt in zwei Monaten geht es los nach Pakistan. Die werden erfahrungsgemäß vergehen wie  im Flug. Deshalb hat sie nun endgültig begonnen, die Endphase unserer Expeditionsvorbereitung. Es wird aber auch Zeit. Der Startschuss dafür ist immer, wenn ich die Hochlagernahrung einkaufe und damit beginne, die Tonnen zu packen. Hochlagernahrung zu kaufen, ist natürlich eine heikle Sache. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Exakt in zwei Monaten geht es los nach Pakistan. Die werden erfahrungsgemäß vergehen wie  im Flug. Deshalb hat sie nun endgültig begonnen, die Endphase unserer Expeditionsvorbereitung. Es wird aber auch Zeit. Der Startschuss dafür ist immer, wenn ich die Hochlagernahrung einkaufe und damit beginne, die Tonnen zu packen. Hochlagernahrung zu kaufen, ist natürlich eine heikle Sache. Man sollte darum tunlichst vermeiden, das allein zu machen. Schließlich hält Essen Leib und Seele zusammen. <span id="more-3459"></span>Und dieses Sprichwort trifft nirgendwo besser zu, als in den Hochlagern eines der ganz großen Weltberge. Deshalb wurde Christophs Anwesenheit in Leipzig zwingend notwendig. Gestern und heute war er nun da. Einen ganzen Tag haben wir damit verbracht, unsere Hochlagernahrung zu besorgen. Mein Bergsportausrüster tapir war da natürlich unser Hauptanlaufpunkt. Hier gibt es eine reichliche Auswahl an speziellen, ausgewogenen und hochkalorischen Nahrungsmitteln, die mit wenig Brennstoff, Zeit und ausschließlich mit Wasser zubereitet werden können. Es ist wirklich viel passiert in dieser Hinsicht in den letzten 25 Jahren. Ich kann mich gut an die Kopfstände erinnern, die wir wegen unserer Ernährung machen mussten, als wir noch vor der Wende im Fangebirge oder im Tienschan unterwegs waren.</p>
<div id="attachment_3460" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/HLNahrung.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3459];player=img;"><img class="size-full wp-image-3460" title="HLNahrung" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/HLNahrung.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Die vielen Umverpackungen nehmen wir natürlich nicht mit an unseren Berg. Dann aber sollte man nicht versäumen, auf die vielen Tüten zu schreiben, was denn drin ist und wie das Ganze zubereitet wird. Sonst steht man womöglich am Berg ziemlich dumm da.</p></div>
<p>Es gibt beim Höhenbergsteigen eine große Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit, große Mengen möglichst leicht verwertbarer Kalorien zuzuführen und der Lust darauf. Auch die Einsicht in diese Notwendigkeit hilft oft nicht. Überwindet unsereins seinen Widerwillen gegen das Essen, dann spielt einem der Körper einen Streich, der ja Ursache dieser Unlust ist. Er will nichts essen. Basta! Tut man es aber doch, dann erdreistet er sich, uns mit Gewalt darauf hinzuweisen, dass die Nahrungsaufnahme unerwünscht ist. Mit anderen Worten: Wir müssen uns dann übergeben. Überlisten funktioniert selten und dann nur mit Sachen, die wir auch im normalen Leben ganz besonders gerne essen oder von denen wir inzwischen wissen, dass wir sie unter Umständen doch bei uns behalten.</p>
<p>Lange Rede kurzer Sinn, es ist eine Menge Erfahrung nötig und viele Gänge durch die endlosen Regalfluchten der Supermärkte, um die Dinge zu finden, die dann irgendwann auch in 7000 Meter Höhe &#8220;drin bleiben&#8221;. Ich hab da inzwischen doch eine kleine Auswahl an Nahrungsmitteln, die funktionieren. Nur leider gehören diese Sachen nicht zu denen, die eigentlich für so etwas gemacht sind: Hightech-Riegel und alle Arten von Gelprodukten, die im Ausdauersport Verwendung finden. Superpraktisch und angereichert mit allem, was der Mensch unter extremer Belastung braucht, nur eben in der Höhe leider nicht geniessbar. Essen und Trinken an den großen Bergen ist eben ein weites Feld.</p>
<p>Doch wir haben noch viel mehr gemacht, als pausenlos ans Essen gedacht. Zum Beispiel Ausrüstungslisten erstellt, Zelte aufgebaut, im Internet recherchiert, meine vorhandene Ausrüstung gecheckt, die Cargotonnen gereinigt, unsere Solarladeanlage getestet und dabei festgestellt, dass sie leider kaputt ist usw. In wenigen Tagen wird Christoph schon wieder hier in Leipzig sein. Doch jetzt freue ich mich erstmal auf ein langes Trainings- und Kletterwochenende in der Sächsischen Schweiz. Von dort gibt es dann auch die nächste news.</p>
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		<title>Verantwortung</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 14:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.leipzig-online.de/expedition/2/?p=3451</guid>
		<description><![CDATA[Der öffentliche Nahverkehr in Leipzig wappnet sich für die Herausforderungen der nächsten 15 Jahre. Eine davon ist, mit weniger städtischen Subventionen auszukommen. Leipzig muss sparen. Und deshalb sollte der diesjährige Führungstag der Leipziger Verkehrsbetriebe unter dem Motto stehen: &#8220;In die Verantwortung gehen&#8221;. Gemeint war damit, dass jeder, der in der LVB Führungsverantwortung trägt, automatisch auch dafür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der öffentliche Nahverkehr in Leipzig wappnet sich für die Herausforderungen der nächsten 15 Jahre. Eine davon ist, mit weniger städtischen Subventionen auszukommen. Leipzig muss sparen. Und deshalb sollte der diesjährige Führungstag der Leipziger Verkehrsbetriebe unter dem Motto stehen: &#8220;In die Verantwortung gehen&#8221;. Gemeint war damit, dass jeder, der in der LVB Führungsverantwortung trägt, automatisch auch dafür verantwortlich sein muss, in seinem Bereich zu sparen bzw. mehr einzunehmen oder beides, um die Vorgaben der Stadt zu erfüllen. <span id="more-3451"></span>Nun werden sich die news-Leser berechtigterweise fragen, was das mit mir zu tun hat. Ganz einfach. Man bat mich, zum Thema Verantwortung einen Vortrag halten. Ausserdem sollte es noch einen drei bis vier minütigen Film als Einführung geben, der an den Anfang der Veranstaltung gestellt werden sollte. Der Vortrag selbst war als Abschluss des Führungstages vorgesehen.</p>
<div id="attachment_3455" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Ceüse1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3451];player=img;"><img class="size-full wp-image-3455" title="Ceüse" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Ceüse1.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Hotspot des Sportkletterns weltweit: Ceüse in Südfrankreich. Hier kann man die besten Kletterer der Welt treffen. Und hier gibt es auch die schwierigsten Kletterwege der Welt. Und demzufolge wird hier auch sehr aufmerksam gesichert. Dieses Foto ist das erste im neuen Vortrag.</p></div>
<p>Ich habe lange überlegt, ob ich diese Herausforderung annehmen sollte. Denn man kann sich auch ganz schnell bis auf die Knochen blamieren. Denn schließlich soll so ein Vortrag informativ aber auch spannend sein, also gute Unterhaltung bieten. Er muss natürlich auch Denkanstöße geben können und darüber hinaus Metaphern und Bilder liefern, die in den Köpfen der Leute bleiben. Und das alles sollte selbstverständlich auch noch möglichst wie die Faust aufs Auge zum Thema Verantwortung passen. Schwierige Sache!</p>
<p>In meiner vorletzten news habe ich ja schon vermerkt, dass ich mich dann aber doch entschlossen habe, den Auftrag anzunehmen, weil das Klettern und Bergsteigen tatsächlich enorm viel mit diesem Thema zu tun hat. Wir müssen Verantwortung übernehmen für uns selbst aber vor allem für den Partner am Seil. Wie wir dies wahrnehmen, hat immer Konsequenzen für uns. Wir werden belohnt oder bestraft. Und beim Klettern und Bergsteigen können diese Konsequenzen ziemlich fatal sein, wenn der Sicherungsmann versagt oder der Vorsteiger Fehler macht.</p>
<div id="attachment_3456" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Valentinstag.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3451];player=img;"><img class="size-full wp-image-3456" title="Valentinstag" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Valentinstag.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Bestimmt kein Hotspot des Weltkletterns aber einer für uns Leipziger. Der Holzberg bei Böhlitz. Das letzte Bild im neuen Vortrag.</p></div>
<p>Gestern nun war es soweit. Und ich hatte den Eindruck, das es wirklich gut gelaufen ist. Man bekommt mit der Zeit ein ausgeprägtes Gefühl dafür, wie das Publikum auf das was und wie man es sagt, reagiert. Weniger wertvoll sind die Kommentare der Leute, vor allem, wenn sie freundliche und wohlwollende Menschen sind. Die wollen einem dann nicht wehtun, obwohl konstruktive Kritik wirklich das Einzige ist, was einen tatsächlich besser werden lässt. Aber auch die Stellungnahmen zu meinem Beitrag klangen durchweg sehr positiv. Man war wohl ganz zufrieden mit mir, und das hat mich natürlich gefreut. Und so gibt es nun einen fix und fertigen, halbstündigen Vortrag zum Thema Verantwortung, der ab sofort buchbar ist.</p>
<div id="attachment_3457" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Titan.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3451];player=img;"><img class="size-full wp-image-3457" title="Titan" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Titan.jpg" alt="" width="640" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Auch ein Bild im neuen Vortrag. Mein linkes Fersenbein im gegenwärtigen Zustand. Aber das hat auch sein gutes. Denn so werde ich bei jedem einzelnen Schritt daran erinnert, dass man gut daran tut, sich bei der Auswahl seiner Routen nicht zu überschätzen und beim Klettern gefälligst vorsichtig zu sein.</p></div>
<p>Zum Schluss muss ich mich noch bei Ulf Wogenstein und Sven Wagner bedanken, die mich bei der Fertigstellung dieser Arbeit sehr unterstützt haben. Ich brauchte nämlich noch eine ganze Reihe von Bildern und Filmaufnahmen, um bestimmte Aussagen in meinem Vortrag zu visualisieren. Ohne Euch hätte ich die nie zustande bekommen. Nun habt Ihr beide was gut bei mir <img src='http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Schöne neue Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 12:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war Expeditionstreffen. Und da wir nur noch zu zweit sind, kutschen wir nicht mehr wie früher durch die Gegend, um uns irgendwo zu treffen, sondern wir skypen. Nun ist es so, dass das für die einen die selbstverständlichste und praktischste Sache der Welt ist, für die anderen nicht. Ich gehöre zu letzteren. Zu erklären, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war Expeditionstreffen. Und da wir nur noch zu zweit sind, kutschen wir nicht mehr wie früher durch die Gegend, um uns irgendwo zu treffen, sondern wir skypen. Nun ist es so, dass das für die einen die selbstverständlichste und praktischste Sache der Welt ist, für die anderen nicht. Ich gehöre zu letzteren. Zu erklären, warum das so ist, würde den Rahmen einer news sprengen und auch überhaupt nicht da hinein gehören. Trotzdem diese eine Bemerkung: <span id="more-3343"></span>Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird man es selbstverständlich finden, buchstäblich alles vor dem Rechner zu machen: Debatieren, arbeiten, einkaufen, Freunde treffen usw. Und dann werden die Leute das auch tun. Zum Teil ist das ja schon heute so. Beklemmende Vorstellung!</p>
<p>Stand der Expeditionsvorbereitungen ist derzeit, dass nun die wichtigsten Eckpunkte festgeklopft sind. Die Trekkinggruppe hat sich zusammengefunden und sich auch schon das erste Mal getroffen. Die Flugtermine stehen fest. Die Tickets sind gebucht und sogar schon bezahlt. Das heisst also, dass wir nun endlich genau wissen, wann wir starten und wie lange wir unterwegs sein werden. Wir teilen uns zusammen mit einer polnischen Expedition ein Permit, wollen ansonsten aber am Berg hauptsächlich zu zweit agieren. Allerdings bin ich nicht sicher, ob das auch immer möglich sein wird. Denn zu zweit durch das Spaltenlabyrinth des Gasherbrumgletschers zum Lager 1 zu steigen, wird womöglich nicht ganz ungefährlich sein. Doch bei meiner letzten Expedition zu den Gasherbrums war das auch nie ein Problem, weil es ständig Leute gab, die auf der Suche nach Seilpartnern für den Aufstieg in die unteren Lager durch das Basislager getigert sind.</p>
<div id="attachment_3345" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Skype.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3343];player=img;"><img class="size-full wp-image-3345" title="Skype" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Skype.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Wir haben auf diesem Treffen auch wieder einen richtigen Termin gemacht. Und die unterschiedlichen Geschmäcker lassen sich auch am besten unter einen Hut bringen, wenn wir vor einem realen Regal stehen, zum Beispiel im tapir...</p></div>
<p>Ab sofort gehen wir nun in die Details. Christoph kümmert sich vor allem um die hochkalorische Spezialnahrung, die wir in den oberen Lagern und auf dem Weg zum Gipfel dabei haben wollen. Er kennt sich als passionierter Triathlet bestens mit diesen Dingen aus. Ich bin gerade dabei, eine möglichst vollständige Ausrüstungsliste zusammen zu stellen, damit wir bald möglichst genau wissen, wieviel Gepäck wir haben bzw. wie schwer das sein wird. Ausserdem werden wir demnächst mal gemeinsam die Hochlagernahrung kaufen müssen, denn die gehört ja zum Gepäck dazu. Vom Gewicht unserer Ausrüstung und Verpflegung wird es abhängen, ob wir ein Aircargo brauchen oder nicht. Ich würde ja schrecklich gern darauf verzichten, schon wegen der Zollformalitäten in Pakistan und der damit verbundenen Unwägbarkeiten. Ich hab mit diesen Dingen schon genug ungute Erfahrungen in Nepal, China und auch auf meinen beiden vorangegangenen Reisen nach Pakistan gesammelt.</p>
<p>Die mit Abstand meiste Vorbereitungszeit nimmt zur Zeit natürlich das Training ein. Und wie immer habe ich das Gefühl, zu wenig zu machen. Ich versuche, meiner konditionellen Vorbereitung alles andere unterzuordnen. Aber das ist total schwer. Das Geldverdienen muss eben auch unbedingt sein, und das geht nun mal nicht nebenbei.</p>
<div id="attachment_3344" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/gpk_hidden_peak-Kopie.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3343];player=img;"><img class="size-full wp-image-3344" title="gpk_hidden_peak Kopie" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/gpk_hidden_peak-Kopie.jpg" alt="" width="640" height="456" /></a><p class="wp-caption-text">Und so sieht sie aus unsere Grußpostkarte. Hat der Alex wieder ganz prima gestaltet. Ich wünschte, ich könnte das auch.</p></div>
<p>Schon sind wir beim Thema. Wir müssen unserer Grusspostkartenaktion noch mal einen Schub verleihen. Denn die Finanzierung unseres Hidden-Peak-Projektes ist eben nicht ganz in trockenen Tüchern. Deshalb möchte ich alle treuen News-Leser noch einmal herzlich bitten, uns mit dem Kauf einer Grusspostkarte zu unterstützen. 7 Euro aber natürlich gern auch mehr auf unser Expeditionskonto, würde uns sehr helfen.</p>
<p>Die Kontonummer bei der Sparkasse Leipzig lautet: 1800833047, Bankleitzahl 86055592, Empfänger Dr. Olaf Rieck</p>
<p>Unter Verwendungszweck muss entweder die eigene oder die Adresse desjenigen stehen, an den wir die Karte aus Pakistan schicken sollen. Schliesslich ist eine solche Karte ja auch ein originelles Geschenk. Jedenfalls ist die vollständige und gut lesbare Adresse unter Verwendungszweck das Wichtigste bei einer Überweisung an uns, denn  sonst wissen wir ja nicht, wohin die Karte gehen soll. Wir bedanken uns schon jetzt für Ihre Unterstützung, ohne die unsere Expedition nicht möglich wäre!</p>
<p>Übrigens wollte ich im Zusammenhang mit dieser news das gleichnamige Buch vom Aldous Huxley als ebook für meinen kindle bei amazon herunterladen. Wer geht heute schon noch aus dem Haus, um Bücher zu kaufen? Gibt es aber nicht! Ist als ebook nicht verfügbar. Merkwürdig&#8230;</p>
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		<title>Drei in einer</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 09:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Sachen sind zu berichten. Am vergangenen Sonnabend hatte ich meine Begleittrekkinggruppe hier bei mir am Gellertplatz. Alle sind gekommen, trotz teilweise richtig weiter Anfahrtswege. Es war ein sehr konstruktives Treffen, während dem wir die wichtigsten Fragen klären konnten. Mit diesem Treffen gibt es nun nicht mehr die Möglichkeit, mit uns zum Basislager des Hidden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Sachen sind zu berichten. Am vergangenen Sonnabend hatte ich meine Begleittrekkinggruppe hier bei mir am Gellertplatz. Alle sind gekommen, trotz teilweise richtig weiter Anfahrtswege. Es war ein sehr konstruktives Treffen, während dem wir die wichtigsten Fragen klären konnten. Mit diesem Treffen gibt es nun nicht mehr die Möglichkeit, mit uns zum Basislager des Hidden Peaks zu reisen. Irgendwann muss der Sack auch mal zugemacht werden. <span id="more-3336"></span>Wir haben beschlossen, im Mai noch ein gemeinsames Wander- und Kletterwochenende in der Sächsischen Schweiz zu veranstalten, bevor es dann einen Monat später nach Pakistan geht. Und Pakistan war dann auch das wichtigste Thema dieses Treffens.</p>
<p>Es gibt eine Reihe von Problemen in diesem Land, die natürlich vor einer solchen Reise ausführlich thematisiert werden müssen. Vor allem die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes dienen diesbezüglich als hoffentlich verlässliche Informationsquelle. Dennoch wirklich verlassen müssen wir uns auf die Informationen unserer pakistanischen Agentur. Und sie ist der Meinung, dass eine Tour in das von uns anvisierte Gebiet selbst heute noch unproblematisch ist. Ich glaube dieser Einschätzung auch, weil ich ja diesbezüglich schon eine ganze Menge Erfahrungen aus Nepal habe. Selbst als es in diesem Land 2006 bürgerkriegsähnliche Zustände gab in der Auseinandersetzung zwischen Maoisten und der königstreuen Armee, merkten wir in den Bergen absolut nichts davon.</p>
<div id="attachment_3337" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/sichern.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3336];player=img;"><img class="size-full wp-image-3337" title="sichern" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/sichern.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Bild aus meinem neuen Vortrag. Der Vorsteiger legt sein Leben in die Hände seiner Sicherungsfrau bzw. -mann. Ich brauche nur mal bei mir selbst nachzuschauen. Man ist sich dessen als Sicherer bei all der Kletterroutine oft gar nicht mehr so recht bewusst.</p></div>
<p>Das zweite Berichtenswerte ist der Tatsache geschuldet, dass in diesem Jahr fast noch im Winter Sommer geworden ist, und wir deshalb gestern einen wirklich grossartigen Klettertag am Holzberg bei Böhlitz hatten. An die hundert Kletterer tummelten sich an den warmen Granitwänden des ehemaligen Steinbruchs. Es ist schier unglaublich, welch einen Boom der Klettersport in den letzten Jahren erlebt hat. Ich behaupte, dass sich die Frequentierung der Steinbrüche rings um Leipzig in den letzten zehn Jahren mindestens auch verzehnfacht hat. Verstehen kann ich das jedenfalls gut. Klettern macht ungeheuren Spaß und ist sicher eine der vielseitigsten und aufregendsten Sportarten überhaupt.</p>
<div id="attachment_3338" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Sonnenplatte.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3336];player=img;"><img class="size-full wp-image-3338" title="Sonnenplatte" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Sonnenplatte.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Die Sonnenplatte am Holzberg. Eine fußballfeldgrosse von Rissen durchzogene Granitplatte. Es gibt hier wirklich einmalig spannende Reibungswege im 6. und 7. Schwierigkeitsgrad. Wenn man ein Problem mit seiner Fussarbeit hat, hier kann man das &quot;Stehen&quot; auf kleinsten Strukturen lernen!</p></div>
<p>Und weil das so ist, dreht sich mein neuester Vortrag, an dem ich gerade arbeite, auch um dieses Thema. Es ist eine Auftragsarbeit, bei der es um das Thema Verantwortung gehen soll. Und ich habe lange vergeblich darüber nachgedacht, ob mir irgendeine Tätigkeit einfällt, bei welcher Menschen so vollständig und bedingungslos Verantwortung übernehmen müssen, wie beim Klettern und Bergsteigen. Für sich selbst aber in erster Linie natürlich für den Partner am Seil. Ich denke, dass man die Dinge, die hinsichtlich der Delegierung und Annahme von Verantwortung beim Klettern eine wesentliche Rolle spielen, sehr gut in die Lebenswirklichkeit von Führungskräften übertragen kann. Mir zumindest springen Vorsteiger und Sicherungsmann als Metaphern für Führungskräfte geradezu ins Auge. Hoffen wir mal, dass meine Zuhörer das dann auch so sehen.</p>
<div id="attachment_3339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Eidechse.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3336];player=img;"><img class="size-full wp-image-3339" title="Eidechse" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Eidechse.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Es gibt am Holzberg Spezialisten in rauen Mengen, denen nachzueifern allerdings keinen Zweck hat.</p></div>
<p style="text-align: center;">
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		<title>Schlechte Nachrichten</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 08:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder zu Hause! Es ist schon ein bisschen deprimierend, wie schnell ich mich an den Alltag hier anpasse. Fast will es mir schon nach zwei Tagen in Leipzig scheinen, als wäre ich nie weggewesen. Aber vier Wochen Nepal sind auch nicht wirklich lange. Ich werde die Zeit hier geniessen, denn lange dauert es ja nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder zu Hause! Es ist schon ein bisschen deprimierend, wie schnell ich mich an den Alltag hier anpasse. Fast will es mir schon nach zwei Tagen in Leipzig scheinen, als wäre ich nie weggewesen. Aber vier Wochen Nepal sind auch nicht wirklich lange. Ich werde die Zeit hier geniessen, denn lange dauert es ja nicht mehr, bis es wieder losgeht. Alle Aufmerksamkeit gilt jetzt der Vorbereitung der neuen Expedition zum Hidden Peak in Pakistan. Doch leider gibt es diesbezüglich eine schlechte Nachricht. <span id="more-3334"></span><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Göschel.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3334];player=img;"><img class="alignright size-full wp-image-3335" title="Göschel" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Göschel.jpg" alt="" width="389" height="500" /></a>Die betrifft allerdings nicht uns sondern die Expedition des österreichischen Bergsteigers Gerfried Göschel. Er und sein Team wollten den Hidden Peak erstmals im Winter besteigen. &#8220;Wir befinden uns 450 m unterhalb des Gipfels. Ich glaube, wir schaffen es. Ich melde mich später wieder&#8221;. Diese Meldung via Satellitentelefon am 8. März ist das letzte Lebenszeichen des 39-jährigen und seiner beiden Kameraden, ein Schweizer und ein Inder. Zum letzten Mal gesehen wurden die drei von polnischen Bergsteigern kurz unterhalb des Gipfels. Zum Zeitpunkt des letzten Kontaktes war im Gebiet des inneren Karakorums eine Schlechtwetterfront im Anzug. Die Sicht lag die darauffolgenden Tage bei Null, die Temperaturen sanken auf unter minus 30 Grad.</p>
<p>Doch Gerfried Göschel ist einer der besten und erfahrensten Höhenbergsteiger der Welt. Den Everest bestieg er ohne Zusatz-sauerstoff und Trägerhilfe als erster Österreicher. Den Nanga Parbat bewältigte er  auf einer neuen Route im Alpinstil. Es besteht also durchaus noch Hoffnung, dass er und seine Begleiter es geschafft haben könnten, in ein Lager unterhalb der Todes-zone, also tiefer als 7000 m abzusteigen. Nur dort hätten sie die Chance, lange genug zu überleben, um das schlechte Wetter auszusitzen.</p>
<p>Ich werde oft gefragt, ob mich solche Ereignisse nicht abschrecken. Und in diesem speziellen Fall werden das wohl besonders viele Leute fragen. Doch die Antwort darauf ist einfach. Das Höhenbergsteigen führt einen häufig sehr weit weg von Sicherheit und Berechenbarkeit. Genau das macht ja den Reiz des Ganzen aus. Wüssten wir vorher schon, wie die Sache ausgeht, dann würden wir sie nicht so extrem intensiv und authentisch erleben können. Jeder, der dort hinauf in die Todeszone steigt, weiss, worauf er sich einlässt. Er schlägt die Tür hinter sich zu. Ihm ist vollkommen klar, dass er nur sich selbst helfen kann und auf Rettung von aussen vergeblich wartet. Gerfried Göschel hat etwas gewagt, was zu den absolut extremsten Unternehmungen zählt, die überhaupt denkbar sind. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er und seine Kameraden dafür nicht den höchsten Preis zahlen müssen.</p>
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		<title>Kathmandu</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 05:50:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben, ich bin immer ein bisschen nervös in Lukla. Aber natürlich ist man besser beraten, hier völlig emotionslos zu bleiben. Erst im letzten Herbst saßen 2000 ! Trekker in Lukla fest, weil zehn Tage kein Flug nach Kathmandu ging. Es gab keine Unterkünfte und auch nichts mehr zu essen. Doch ändern ließ sich daran nichts. Ich kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, ich bin immer ein bisschen nervös in Lukla. Aber natürlich ist man besser beraten, hier völlig emotionslos zu bleiben. Erst im letzten Herbst saßen 2000 ! Trekker in Lukla fest, weil zehn Tage kein Flug nach Kathmandu ging. Es gab keine Unterkünfte und auch nichts mehr zu essen. Doch ändern ließ sich daran nichts. <span id="more-3327"></span>Ich kann mir unschwer vorstellen, welche Szenen sich in dem winzigen Flughafengebäude abgespielt haben müssen. Doch bei uns lief alles wie am Schnürchen. Das Wetter war perfekt, schon kurz nach sieben Uhr saßen wir in der kleinen Dornier 28. Wir hatten beste Sicht und überflogen noch einmal die ganzen Stationen, die wir in den Wochen zuvor abgelaufen sind.</p>
<div id="attachment_3328" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Patan.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3327];player=img;"><img class="size-full wp-image-3328 " title="Patan" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Patan.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Der Durbar Square (Platz vor dem Königspalast) in Patan, eine der drei Königsstädte im Kathmandutal.</p></div>
<p>Es war noch nicht halb acht, da landeten wir schon in Nepals Hauptstadt. Ein Bus meiner Agentur brachte uns ins Hotel. Dort wurden aber nur die Rucksäcke abgestellt und dann ging es sofort in mein Lieblingsfrühstückslokal, das Pumpernickel. Anschliessend unternahmen wir gemeinsam einen Erkundungsgang durch Kathmandus Touristenviertel Thamel, und erst danach wurde sich im Hotel auf Vordermann gebracht. Der Freitagnachmittag war dann  mit den unterschiedlichsten Dingen ausgefüllt. Einige begannen mit dem Sightseeing, andere ließen sich massieren und eingekauft wurde natürlich auch. Den Abend verbrachten wir in einem schicken Restaurant.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_3329" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Mann-mit-Bart.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3327];player=img;"><img class="size-full wp-image-3329 " title="Mann mit Bart" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Mann-mit-Bart.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Man könnte ganze Bildbände mit den einmaligen Gesichtern von Menschen füllen, denen man an solchen Tagen an den großen religiösen Orten Kathmandus begegnen kann.</p></div>
<p>Am gestrigen Sonnabend hatten wir einen Bus der Agentur und einen Stadtführer gechartert. Zuerst ging es zum Affentempel, von dem man einen Blick über das ganze Kathmandutal hat, anschließend nach Patan, einer der drei Königsstädte im Tal und zuletzt zur größten Stupa der Welt in Bodnath. Es ist gar kein Problem, sich an allen drei Sehenswürdigkeiten ganze Tage aufzuhalten und nur zu schauen. Und wir hatten gestern auch noch das Glück, dass wir an einem Sonnabend unterwegs waren. Das ist hier in Nepal der arbeitsfreie Wochentag. Tausende von Menschen sind auf den Beinen, um zu feiern und ihren Göttern zu opfern. Es wird eine Weile dauern, die ungeheure Vielzahl an Eindrücken zu verarbeiten und noch länger, die Unmenge an Fotos zu sichten, die wir alle geschossen haben.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_3330" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Frauen.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3327];player=img;"><img class="size-full wp-image-3330  " title="Frauen" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Frauen.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">In Patan trafen wir an einer Shiva gewidmeten Tempelanlage diese Frauen, die damit beschäfigt waren, kunstvoll einhunderttausend Kerzendochte in eine Schale zu legen. Dann verkauften sie diese Schalen an zahlungskräftige Pilger, die diese dann entzündeten. Mit einem Schlag hatten die Pilger dann nicht ein oder zwei sondern gleich einhunderttausend Kerzen für Shiva geopfert.</p></div>
<p>Heute nun der nächste Tag unterwegs mit Bus und Stadtführer. Baktapur, eine weitere der drei Königsstädte und Pashupatinath, eine der weltweit wichtigsten hinduistischen Tempelanlagen stehen auf dem Programm. Ich bin heute leider nicht mit dabei, denn ich muss noch ein bisschen was tun, wie zum Beispiel news schreiben und die Abrechnung mit der Agentur machen.</p>
<div id="attachment_3331" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Stupa-und-Reh.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3327];player=img;"><img class="size-full wp-image-3331" title="Stupa und Reh" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Stupa-und-Reh.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Die Riesenstupa von Bodnath ist ein besonderer Platz. Erstens ist es das Zentrum der Exiltibeter in Kathmandu. Ständig kann man dort tibetische Pilger treffen. Ausserdem ist Bodnath ein Ort der Ruhe und Besinnung in dem oft wahnsinnig anmutenden Treiben in Nepals Hauptstadt.</p></div>
<p>Morgen schon geht es unwideruflich heimwärts. Ich habe von einigen gehört, dass sie am liebsten noch ein paar Tage hierbleiben würden, und das liegt sicher nicht nur an der Faszination von Kathmandu. Die ganze Reise war ein runde Sache und sehr harmonisch. Und das ist in diesem Fall schon ziemlich bemerkenswert und keineswegs selbstverständlich. Denn wir mussten ja mächtig umdisponieren. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn die Meinungsverschiedenheiten größer gewesen wären. Denn es ist eine Tatsache, dass einige sehr wohl die Überquerung aller drei Pässe weiter hätten verfolgen können. Und bei denen möchte ich mich besonders bedanken. Bei den anderen war vor allem ihr Kampfgeist beeindruckend. Ich habe buchstäblich noch nie jemanden wie Isolde erlebt. Sie hat mehr geleistet als wir anderen zusammen. Und doch kam kein Wort der Klage über ihre Lippen. Ich sagte ja schon, dass man von den Gästen oft auch lernen kann.</p>
<div id="attachment_3332" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Essen.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3327];player=img;"><img class="size-full wp-image-3332" title="Essen" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Essen.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Wenn man etwas gut kann in Kathmandu, dann essen. Allerdings sollte man dringend ein paar Regeln beachten. Aber in dieser als auch in vielerlei anderer Hinsicht waren meine Gäste unheimlich pflegeleicht.</p></div>
<p>Es hat mir großen Spass gemacht, mit Euch unterwegs gewesen zu sein. Danke für die gemeinsame Zeit und auch den regen Gedankenaustausch. Und ich ahne, es war bei dem einen oder anderen von Euch nicht der letzte Besuch in Nepal.</p>
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		<title>Abwärts</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 01:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Rieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wie immer. Und wie immer kommt mir das ziemlich seltsam vor. Ich hab schon ein bisschen Heimweh. Trotzdem erfasst mich eine diffuse Traurigkeit, wenn es heimwärts geht. Ich kann mich von den grossartigen Bergblicken und den liebenswerten Menschen nur schwer loseisen. Vier Wochen reichen gerade, um sich gut zu akklimatisieren, nicht um richtig anzukommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wie immer. Und wie immer kommt mir das ziemlich seltsam vor. Ich hab schon ein bisschen Heimweh. Trotzdem erfasst mich eine diffuse Traurigkeit, wenn es heimwärts geht. Ich kann mich von den grossartigen Bergblicken und den liebenswerten Menschen nur schwer loseisen. <span id="more-3322"></span></p>
<div id="attachment_3325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Taboche.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3322];player=img;"><img class="size-full wp-image-3325" title="Taboche" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Taboche.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Der Taboche bewacht uns schon seit vielen Tagen. Fast einmal ganz um diesen Berg herum sind wir auf unserem Weg von Gokyo nach Chukhung gelaufen.</p></div>
<p>Vier Wochen reichen gerade, um sich gut zu akklimatisieren, nicht um richtig anzukommen oder gar einzutauchen in das Land und das Leben hier. So empfinde ich jedenfalls. Das hat nichts damit zu tun, dass ich etwa eine feuchte Bude zu Hause hätte oder mich keiner erwartet. Ich liebe dieses Land eben und deshalb kann ich mich nur schwer von ihm trennen. Ausserdem ist da immer der Gedanke, dass ich gerade jetzt in Form und angepasst bin und nun loslegen könnte, irgendein tolles Gipfelziel in Angriff zu nehmen. Stattdessen warten zu Hause die Mühen der Ebene.</p>
<div id="attachment_3323" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Kang-Tenga.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3322];player=img;"><img class="size-full wp-image-3323" title="Kang Tenga" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Kang-Tenga.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Einer der ganz prominenten Gipfel auf unserem Weg zurück nach Hause ist der Sechstausender Kang Tenga. Hier von Tengboche aus gesehen.</p></div>
<p>Es ist unschwer zu erraten bei dieser Einleitung, dass wir auf dem Rückweg sind. Gestern haben wir Tengboche mit seinem berühmten Kloster passiert, heute Nachmittag wird die Bäckerei in Namche ein ungewöhnliches Umsatzplus zu verzeichnen haben. Das Wetter auf unserem Abstieg lässt nichts zu wünschen übrig und so genießen wir den nur wenig anstrengenden Weg abwärts in Richtung Lukla, dass wir morgen erreichen werden. Dann heisst es doch noch mal Daumendrücken, dass uns das Wetter an dem entscheidenden Freitagmorgen nicht im Stich läßt. Denn wenn die Piloten nichts sehen, dann fliegen sie nicht. Und wenn der Wind zu stark ist und wenn es Nebel in Kathmandu gibt, heben sie auch nicht ab. Doch sich darüber Gedanken zu machen, ist müßig, denn am Wetter können wir Gott sei Dank noch immer nichts ändern. </p>
<div id="attachment_3324" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Kloster.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3322];player=img;"><img class="size-full wp-image-3324" title="Kloster" src="http://www.leipzig-online.de/expedition/2/wp-content/uploads/Kloster.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Das Kloster in Tengboche ist wirklich einmalig gelegen. Doch mit der Ruhe ist es dort oben jedenfalls in der Trekkingsaison für immer vorbei. Als wir dort oben vorbei gekommen sind, hatten wir diesen magischen Ort fast für uns allein.</p></div>
<p>Aber zu Ende ist unsere Tour noch nicht. Kathmandu allein ist die Reise nach Nepal schon wert. Wir haben dort leider nur drei Tage. Die werden ausgefüllt sein mit Sightseeing vom Morgen bis zum Abend. Und von dort melden wir uns dann auch noch mal.</p>
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